Ein Kreis aus Menschen wird von zwei offenen Händen umrahmt.

Inklusion ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die neben der kommunalen Daseinsvorsorge die Aktivität der gesamten Gesellschaft erfordert. Die inklusive Gestaltung des Sozialraums fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und stärkt die sozialen Hilfesysteme. Aus diesem Anlass veröffentlicht der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. seine Empfehlungen zur Gestaltung inklusiver Sozialräume.

Inklusion findet insbesondere im Nahraum der Kommune und des Quartiers statt. Damit sie gelingt, müssen Leistungen und Angebote im Sozialraum aufeinander abgestimmt werden, sodass sie allen Menschen zugänglich sind und vorhandene Ressourcen optimal genutzt werden. Das erfordert ein hohes Maß an Vernetzung und Kooperation. Aus Sicht des Deutschen Vereins bedarf es einer handlungsfeldübergreifenden Gesamtstrategie, die alle Akteur*innen im Sozialraum einbezieht.
 

„Inklusion muss als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen des Sozialraums verankert sein und alle Handlungsfelder und Leistungsbereiche einbeziehen. So lassen sich Synergien entfalten und Angebote verbessern. Das erhöht die Lebensqualität und stärkt nachhaltig die Hilfesysteme“, betont Dr. Verena Staats, Vorständin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Die Gestaltung inklusiver Sozialräume erfordert eine Weiterentwicklung von Strukturen und Rahmenbedingungen sowie eine Öffnung bestehender Angebote und Einrichtungen. Der Deutsche Verein formuliert daher konkrete Empfehlungen zur Schaffung gruppen- und generationenübergreifender Begegnungsorte, zur Vernetzung von Beratungsangeboten sowie zur Qualifizierung und Kompetenzentwicklung im Sozialraum. Er plädiert zudem für eine Stärkung integrierter Planungs- und Steuerungsprozesse und spricht sich für eine Weiterentwicklung ergänzender Finanzierungsmodelle aus.

Die Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur Gestaltung inklusiver Sozialräume sind unter https://www.deutscher-verein.de/empfehlungen-stellungnahmen/detail/empfehlungen-des-deutschen-vereins-fuer-oeffentliche-und-private-fuersorge-ev-zur-gestaltung-inklusiver-sozialraeume/ abrufbar.