20.10.2026
Kommunen unter Druck: Eine sachliche Bestandsaufnahme
Finanzdruck und immer neue Aufgaben schränken die Handlungsspielräume der Kommunen bei der Gestaltung sozialer Infrastruktur ein. Das Themenheft „Die Rolle der Kommunen bei der Gestaltung sozialstaatlicher Aufgaben“ fragt nach strukturellen Ursachen und notwendigen Reformen.
„Im föderalen Staatsaufbau haben die Kommunen eine besondere Bedeutung, denn sie sind der zentrale Ort der sozialen Daseinsvorsorge, an dem ein lebenswertes Zusammenleben gewährleistet werden muss“, so Vorständin Dr. Verena Staats vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. im Editorial des aktuellen Themenhefts „Die Rolle der Kommunen bei der Gestaltung sozialstaatlicher Aufgaben.“
Darin analysieren Autor*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis die strukturellen Probleme der Kommunen und zeigen Wege auf, wie sie ihre sozialstaatlichen Aufgaben wahrnehmen können – von einer Reform der föderalen Lastenverteilung und des Subsidiaritätsprinzips über integrierte Sozialplanung und Aufgabenbündelung bis zu einer partizipativ gestalteten digitalen Transformation.
„Es besteht ein echtes Risiko dafür, dass der Sozialstaat und damit der Staat insgesamt an Vertrauen bei seinen Bürger*innen einbüßt“, mahnt Dr. Verena Staats. „Reformen, die ihn unbürokratischer und funktionaler machen, sind also wichtiger denn je.“
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Die Themenhefte aus der Reihe „Archiv für Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit“ erscheinen 4 x im Jahr. Die Fachzeitschrift bietet ein Forum, um Probleme, Aufgaben und Lösungen aus unterschiedlicher Sicht kritisch zu erörtern und zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln. Beim digitalen Jahresabonnement können Sie 20 Prozent sparen.
Zum Themenheft „Die Rolle der Kommunen bei der Gestaltung sozialstaatlicher Aufgaben“