15.10.2026

Der Europäische Rat tagt: EU-Haushalt 2028–2034 – Jetzt die Weichen für ein soziales Europa stellen!

Kachel mit Text

Am 15. und 16. Oktober 2026 tagt der Europäische Rat, um unter anderem über den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU zu beraten. Damit kommen die Verhandlungen zum nächsten EU-Haushalt ab 2028 in eine entscheidende Phase.  

Für den Deutschen Verein ist klar: Europas Zukunft braucht nicht nur Investitionen in Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit, sondern auch soziale Investitionen – mit verbindlichen Mitteln und klaren sozialen Zielen.

Der Deutsche Verein ruft daher die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union dazu auf:

  • Den Europäischen Sozialfonds (ESF+) als eigenständigen Fonds mit einer eigenen Budgetlinie zu erhalten.
  • Den vorgesehenen Mindestanteil von 14 % der nationalen EU-Mittel (NRPP) für soziale Ziele auf 25% hochzusetzen und eine Zweckbindung für die Umsetzung der Europäischen Säule Sozialer Rechte festzuschreiben.
  • Die EU-Kofinanzierungssätze für Projekte mit benachteiligten Zielgruppen und für innovative Projekte höher zu setzen, damit sie realisierbar bleiben.
  • Ausnahmenregelungen dafür zu schaffen, nicht nur leistungsbasiert, sondern auch weiterhin kostenbasiert soziale Projekte abrechnen zu können.

 

Dass es auch zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung eine verlässliche und auskömmlich ausgestattete EU-Förderdung braucht, haben wir kürzlich in einer Stellungnahme zur EU-Strategie zur Armutsbekämpfung dargelegt: https://www.deutscher-verein.de/empfehlungen-stellungnahmen/detail/stellungnahme-des-deutschen-vereins-fuer-oeffentliche-und-private-fuersorge-ev-zur-strategie-der-europaeischen-union-gegen-armut/ (S. 7-9)

Unsere vollständige Stellungnahme zum nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen finden Sie hier:

https://www.deutscher-verein.de/empfehlungen-stellungnahmen/detail/dv-26-25-stellungnahme-vorschlag-mfr-2028-2034/