Inhalt

Das Gewalthilfegesetz (GewHG) bietet als erste fachgesetzliche Grundlage den Rahmen für einen gesicherten Zugang zu Schutz und Beratung für Frauen und Kinder bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Es konkretisiert insbesondere Verpflichtungen aus dem Übereinkommen der Istanbul Konvention (IK) und sieht eine Umsetzung durch die Länder vor, die sich ab 2027 in Sicherstellungsverantwortung befinden. Die IK adressiert dagegen alle staatlichen Ebenen: Bund, Länder und Kommunen.  Das Überwachungsgremium GREVIO prüft deren Umsetzung in den Vertragsländern und hat Ende September 2026 den (siebten) Jahresbericht über Entwicklungen bei der Umsetzung der IK in 2025 veröffentlicht. Ein Schwerpunktthema bildete die Primärprävention. Der erste thematische Evaluierungsbericht zu Deutschland, betreffend Unterstützung, Schutz und Gerechtigkeit, wird sich dagegen voraussichtlich im Mai 2027 veröffentlicht. Mit dieser Veranstaltung bietet der Deutsche Verein Akteur/*innen der Fachpraxis und -politik ein überregionales Forum zu aktuellen fachlichen, fachpolitischen und rechtlichen Entwicklungen im deutschen Gewalthilfesystem mit der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, der Information und fachpolitischen Orientierung. Dabei werden die genannten Empfehlungen des Deutschen Vereins sowie aktuelle Entwicklungen und Vorhaben des BMJV im Themenfeld „Gewalt gegen Frauen“ vorgestellt und ausgewählte Ergebnisse des GREVIO-Jahresberichts präsentiert.  Zentrale Fragestellungen der Praxis und Rechtsanwendung zur Umsetzung des GewHG und zur Umsetzung der IK werden im Austausch mit Politik, Wissenschaft und Praxis diskutiert. Darüber hinaus sollen vorgelagerte Schutzdimensionen beleuchtet und insbesondere Wichtigkeit und Chancen der Präventionsarbeit behandelt werden: Gewalt geht überwiegend von Männern aus - gleichzeitig sind sie Schlüsselakteure der Gewaltprävention. Ein weiterer Themenschwerpunkt wird daher am zweiten Veranstaltungstag die Präventionsarbeit mit Männern und Gewaltausübenden sein, aber auch die Präventionsarbeit in Kitas und Schulen. Gesellschaftliche Veränderungen zum Schutz von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern hin zu einer gewaltfreien und gleichberechtigten Gesellschaft brauchen alle – (auch) Männer stehen hier in der Verantwortung und werden bisher nur wenig adressiert.

 

Veranstaltungsprogramm

F 3482/26 Veranstaltungsprogramm

Für fachliche Fragen

Das Standardbild des Autors

Nicola Leiska-Stephan

Wissenschaftliche Referentin Weiterentwicklung und Rechtsvereinfachung im SGB XII; Finanzierung von Frauenhäusern

Für organisatorische Fragen

Das Standardbild des Autors

John Richter

Sachbearbeiter Telefonische Sprechzeiten: Mo. - Mi. von 9:00 - 14:00 Uhr, Do. von 9:00 - 15:00 Uhr, Fr. von 9:00 - 12:00 Uhr
Kurzinformation

Veranstaltungsnummer:

F 3482/26

Ort:

Rohrdamm 80
13629 Berlin

Datum:

30.11.2026 14:00 -
01.12.2026 13:00

Zielgruppe:

Die Veranstaltung wendet sich an Akteur/*innen des Hilfesystems aus Politik, Wissenschaft, und Praxis.

Veranstaltungsgröße:

Max. 60 Personen

Anmeldung bitte bis:

21.10.2026

Veranstaltungskosten für Mitglieder:

176 EUR

Veranstaltungskosten für Nichtmitglieder:

220 EUR

Tagungsstättenkosten (incl. Unterkunft/ Verpflegung/ Raum- und Technikkosten und gesetzl. Ust.):

222 EUR
* Sie haben die Auswahl zwischen drei Pauschalen der Tagungsstätte. Die Höhe der anderen Pauschalen entnehmen Sie bitte dem Anmeldeformular. Die Buchung mindestens einer Tagungspauschale, die damit für jeden Tag der Veranstaltung festgelegt ist und nicht geändert werden kann, ist Voraussetzung zur Teilnahme an der Veranstaltung. Wir bitten Sie, sich rechtzeitig anzumelden, um sich die Übernachtung zu sichern.
Die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes im Lichte der IK: Herausforderungen und Chancen für das deutsche Hilfesystem für von häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Frauen und (mit)betroffene Kinder

Datum: 30.11.2026 - 01.12.2026

Anmeldung bitte bis: 21.10.2026