Grafik mit einem Bild nebeneinander aufgereihter EU-Flaggen –

Die EU-Jugendstrategie 2019–2027, die den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa bildet, läuft aus.

In einer öffentlichen Konsultation sammelt die Europäische Kommission derzeit Anregungen und Perspektiven für die Entwicklung der nächsten EU-Jugendstrategie nach 2027.

Auch der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. beteiligt sich an diesem Prozess und bringt seine Erfahrungen und Empfehlungen mit den folgenden Kernbotschaften ein:

👉Die nächste EU-Jugendstrategie sollte Jugendarmut und Armutsprävention als eigenständiges strategisches Handlungsfeld verankern und messbare Ziele zur Verringerung von Armut, Wohnungsnot und sozialer Ausgrenzung junger Menschen festlegen.

👉Dabei sollten insbesondere strukturelle Ursachen von Armut sowie die Perspektiven armutsbetroffener Jugendlicher stärker in den politischen Prozessen und Entscheidungen berücksichtigt werden.

👉Ziel sollte es sein, dass Jugendliche in materieller Sicherheit aufwachsen können und dass ihre zu deckenden Bedarfe sächliche sowie altersspezifische Bedarfe als auch Bedarfe für die soziokulturelle Teilhabe berücksichtigen. Jugendliche sollten dem Grunde nach selbst Anspruchsinhaber*innen einer eigenständigen und das gesamte Existenzminimum umfassende Absicherung sein.

👉Ein besonderer Fokus der Strategie sollte auf präventiven Maßnahmen liegen, die Armutsrisiken frühzeitig reduzieren, etwa durch den gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Ausbildung, bezahlbarem Wohnraum, sozialer Sicherung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Die öffentliche Konsultation der EU-Kommission ist bis zum 16. Juli 2026 geöffnet: EU Youth Strategy post 2027