Foto einer EU-Flagge mit Schatten einer Gruppe von Menschen

Die neue Strategie der Europäischen Union gegen Armut setzt den politischen Rahmen für die EU und ihre Mitgliedstaaten für die kommenden Jahre. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. setzt sich für eine engagierte Umsetzung ein.

„Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. begrüßt die Initiative der Europäischen Kommission und die Zielsetzung der EU-Strategie, Armut in allen Lebenslagen zu bekämpfen und zu verhindern“, so Dr. Verena Staats, Vorständin des Deutschen Vereins. „Weil die Strategie nicht rechtsverbindlich ist, ist sie für die Erreichung echter Fortschritte und Verbesserungen in der Lebenswirklichkeit auf entschlossenes Handeln aller staatlichen Ebenen und der Zivilgesellschaft angewiesen.“ Eine engagierte Umsetzung in Deutschland und den Mitgliedstaaten ist erforderlich, um die Chancen, die das gemeinsame Vorgehen auf Grundlage der EU-Strategie bietet, zu nutzen und die angestrebten Verbesserungen in diesem wichtigen Handlungsfeld zu erreichen.

Die Europäische Kommission hat am 6. Mai 2026 die erste „Strategie der Europäischen Union gegen Armut“ veröffentlicht, die für die Bekämpfung und Verhinderung von Armut in allen Lebensphasen den politischen Rahmen auf Ebene der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten mit ihren Regionen und Kommunen setzt. Mit seiner aktuellen Stellungnahme wendet sich der Deutsche Verein daher an die Europäische Kommission und die Bundesregierung. Dabei nimmt er sowohl ihr Handeln im Rat der EU als auch die Umsetzung der Strategie in Deutschland in den Blick.

Der Deutsche Verein sieht Armut und soziale Ausgrenzung dabei als multidimensionale Herausforderungen. Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut in allen Altersgruppen sind zu kombinieren mit Maßnahmen zu übergreifenden Herausforderungen wie Diskriminierung, Wohnkosten und Zugang zu monetären Leistungen und Dienstleistungen. Zur generationenübergreifenden Prävention und Bekämpfung der Kinder- und Familienarmut weist der Deutsche Verein auf die Bedeutung von kindorientierter Infrastruktur und den Ausbau z.B. von Präventionsketten hin. Er hält es für geboten, den Zugang junger Menschen zu betrieblicher Berufsausbildung benachteiligungssensibler und inklusiver zu gestalten und die Unterstützung von jungen Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf zu stärken.

Die Stellungnahme des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. zur Strategie der Europäischen Union gegen Armut ist abrufbar unter https://www.deutscher-verein.de/empfehlungen-stellungnahmen/detail/stellungnahme-des-deutschen-vereins-fuer-oeffentliche-und-private-fuersorge-ev-zur-strategie-der-europaeischen-union-gegen-armut/