Finanzierung 2025

Der Deutsche Verein wird seit 2019 im Rahmen einer institutionellen Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), nunmehr Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), fehlbedarfsfinanziert. Demnach erfolgt grundsätzlich jährlich die Beantragung der Zuwendung in Form eines Wirtschaftsplans nebst Anlagen zum Beginn eines Jahres für das darauffolgende Jahr. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ist für die Organisation und Verwaltung der Zuwendungsmittel verantwortlich.

Eine Bildung von Rücklagen, auch von sonst gemeinnützigkeitsrechtlich zulässigen Rücklagen, ist für institutionelle Zuwendungsnehmer aufgrund der Vorgaben in den Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur institutionellen Förderung (ANBest – I) nicht gestattet. Der Deutsche Verein ist daher hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit vollumfänglich auf den Zuwendungsgeber angewiesen. Liquidität darf im Rahmen der ANBest – I nur in Höhe bestehender Verbindlichkeiten und Rückstellungen vorgehalten werden. Überbestände sind im Rahmen des Mittelabrufes zu berücksichtigen. Da der Deutsche Verein rechtlich selbständig und damit insolvenzfähig ist, besteht daher grundsätzlich ein Risiko der Insolvenz durch Zahlungsunfähigkeit, sollte der Zuwendungsgeber den Mittelzufluss nicht in der benötigten Höhe und zu den benötigten Zeitpunkten gewährleisten.

Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit wurden dem Deutschen Verein für 2025 Zuwendungen im Rahmen der institutionellen Förderung in Höhe von 5.088.000 € sowie zusätzlich beantragte Personalverstärkungsmittel in Höhe 231.000 € bewilligt. Von den beantragten Personalverstärkungsmitteln konnten aufgrund des späten Zeitpunktes der Mittelbereitstellung nur 49.000 € abgerufen werden. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 5.137.000 € abgerufen. Aufgrund der bis Anfang Oktober 2025 währenden vorläufigen Haushaltsführung und einer damit verbundenen, äußerst sparsamen Haushaltsführung im Deutschen Verein konnten bewilligte und abgerufene Mittel in Höhe von 91.000 € kurzfristig nicht mehr verausgabt werden.

Darüber hinaus erhielt der Deutsche Verein im Haushaltsjahr 2025 Mittel im Rahmen von Projektzuwendungen für das Projekt „Lagebild zur Umsetzung des § 71 SGB XII“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) in Höhe von 100.000 €, von denen 80.000 € abgerufen wurden, sowie für das Projekt „Durchführung des 83. Deutschen Fürsorgetag“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) in Höhe von 100.000 € und von der Landeshauptstadt Erfurt in Höhe von 52.000 €. Für die „Weiterführung der Webseite des Projektes Umsetzungsbegleitung BTHG“ werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Mittel im Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2028 im Rahmen einer Anteilfinanzierung von 50 Prozent auf Ausgabenbasis mit jährlich 714 € bereitgestellt, von denen im Jahr 2025 200 € abgerufen wurden. Ferner wurden Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Publikationen und Veranstaltungen sowie Vermietung erzielt.

Die Personalaufwendungen insgesamt sind im Vorjahresvergleich um 365.354 € bzw. 7,1 Prozent auf 4.805.474 € gesunken. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass im Vorjahreswert auch Personalkosten für drei (zum Teil nicht mehr fortgeführte) Projekte in Höhe von 520.556 € enthalten sind, zeichnet sich bei Bereinigung um projektfinanzierte Personalkosten ein anderes Bild. Für den institutionellen Haushalt ergibt sich im Vorjahresvergleich eine Erhöhung der Lohnkosten um 1,4 Prozent, die vor dem Hintergrund der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen vom 6. April 2025 und der Tarifangleichung für Beamtinnen und Beamte relativ moderat ausgefallen ist, dies jedoch nur aufgrund dessen, dass bis zur Gewährung von Personalverstärkungsmitteln im Oktober 2025 eine konsequente (anteilige) Nichtbesetzung von Planstellen im institutionellen Haushalt umgesetzt wurde. Im Jahresdurchschnitt waren im Bereich des institutionell geförderten Haushaltes des Deutschen Vereins rd. 3,8 Vollzeitstellen nicht besetzt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (u.a. Aufwendungen für Projektförderung und Verwaltung) erhöhten sich um 73.539 € bzw. 4,3 Prozent. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Durchführung des gesonderten Projektes „83. Deutscher Fürsorgetag“ im Berichtsjahr entstanden sind (darunter u.a. 202.910 € für Mieten Veranstaltungsorte/-technik).

Aufgrund der institutionellen Förderung ergibt sich grundsätzlich ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Mehr- oder Minderausgaben werden gegenüber dem Zuwendungsgeber abgegrenzt.

Die Finanzierung der Vereinsaufgaben für das Jahr 2026 ist unter Beachtung der Einigung in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen vom 6. April 2025 (bei einer Laufzeit von 27 Monaten bis zum 31. März 2027) und der Tarifangleichung für Bundesbeamte nur dann gedeckt, wenn der Zuwendungsgeber die Tariferhöhung in vollem Umfang refinanziert bzw. durch Personalverstärkungsmittel kompensiert bzw. wenn Kosteneinsparungen infolge der Mehrbelastung durch den Tarifabschluss im Bereich der Personalkosten über die Nichtbesetzung von Stellen und konsequente Einsparungen im Sachkostenbereich sowie die prognostizierten Mehrerlöse aus Mitgliedsbeiträgen infolge der Beitragserhöhung zum 1. Januar 2026 erzielt werden können.

Trotz der herausfordernden Umstände – auch im Zusammenhang mit der allgemeinen Teuerungsrate, der Energiepreisentwicklung sowie den zu erwartenden Personalkostenentwicklungen – wird dennoch insgesamt von einer kontinuierlichen Weiterführung der Geschäftstätigkeit des Vereins im Jahr 2026 ausgegangen.

Erträge und Aufwendungen 2025

Erträge 2025

 

Umsatzerlöse

1.020.997 Euro

Erträge aus Zuwendungen

4.992.051 Euro

Übrige Erträge (u.a. Mitgliedsbeiträge und Sponsoring)

1.273.299 Euro

 
7.286.348 Euro

Aufwendungen 2025

 
Materialaufwand 482.827 Euro
Personalaufwand 4.805.474 Euro
Abschreibungen/Abgänge Anlagevermögen 178.380 Euro
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.795.299 Euro
 
7.261.979 Euro
Finanzergebnis (insbesondere Aufzinsung, Rückstellungen) -9.569 Euro
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.799 Euro
   

Jahresergebnis nach Steuern

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