Digitale Dokumentation im Jugendamt zwischen Legitimation, Steuerung und professioneller Selbstvergewisserung

Referent: Dr. Thomas Ley, Kompetenzzentrum Soziale Dienste, IIT an der Universität Bielefeld GmbH

Titel des Workshops: Digitale Dokumentation im Jugendamt zwischen Legitimation, Steuerung und professioneller Selbstvergewisserung [PDF, 870 KB]

Fach-Software ist in Jugendämtern und anderen Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit nicht mehr wegzudenken. In den Jugendämtern stellen die Fach-Anwendungen nicht nur das Bindeglied zwischen Fallaufnahme im ASD und Abrechnung der Hilfen zur Erziehung durch die wirtschaftliche Jugendhilfe dar. Es werden auch immer mehr Kernprozesse der fachlichen Arbeit abgebildet, z.B. die Einschätzung von Kindeswohlgefährdung, die Hilfeplanung oder die Steuerung aller Jugendhilfeleistungen. Die Einführung von neuer Software bzw. Ablösung alter Verfahren stellt für viele Organisationen eine große Herausforderung dar – nicht nur, wenn es sich um Software-Entwicklungsprojekte handelt. Wir wollen uns in dem Workshop in einem ersten Schritt diesen Einführungsprozessen und der "Eigentümlichkeit der Technik" widmen.

Ungeachtet dieser organisationalen Probleme, steht damit aber auch die Frage "guter Dokumentation" im Raum, die in seinen verschiedenen Facetten schon lange zum "täglichen Brot" der Jugendhilfe gehört. Aktennotizen, Gesprächsprotokolle, Jahresberichte, gutachterliche Stellungnahmen, Hilfepläne – all das dient nicht nur der professionellen Selbstvergewisserung, sondern auch der individuellen Rechenschaft, sowie der organisationalen Vernetzung und "In-Kenntnissetzung". Daher wollen wir uns in einem zweiten Schritt dieses Workshops den ‚Schreibaufgaben’ sowie dem ‚Schreibzeug’ und seinen praktischen Handlungsanforderungen und -problemen widmen.

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