Pressemitteilungen 2017

21.09.2017 – Väter in die Familie

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. unterstützt grundsätzlich die neue EU-Initiative zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Berlin – Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. unterstützt in weiten Teilen den Vorschlag der EU-Kommission, die Elternzeit europaweit zu reformieren und eine Pflegezeit einzuführen. „Die Einführung einer Vergütung für die Freistellungszeit setzt die richtigen Impulse, damit Männer sich partnerschaftlicher an Betreuungs- und Pflegeaufgaben in der Familie beteiligen“, so Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., „Mütter erhalten so indirekt mehr Freiraum, aus einer Familienauszeit wieder gut in den Job einsteigen zu können.“ Eine neue Vaterschaftszeit sieht der Deutsche Verein allerdings kritisch. Die Abgrenzung zu bestehenden anderen Ansprüchen bleibt rechtssystematisch unklar.

In seiner kürzlich verabschiedeten Stellungnahme fordert der Deutsche Verein außerdem, alle Familienkonstellationen – insbesondere Einelternfamilien – gleich zu behandeln und dies in die EU-Regelungen aufzunehmen.

Unter Verweis auf die Fortschritte, die Deutschland familienpolitisch im letzten Jahrzehnt gemacht hat, mahnt der Deutsche Verein insgesamt zur maßvollen Umsetzung der EU-Vorgaben. Beispielsweise dürfte die Ausdehnung der Ansprüche bis zum 12. Lebensjahr eines Kindes und das Recht auf befristete Teilzeit Arbeitgeber vor Herausforderungen stellen.

Die ausführliche Stellungnahme ist abrufbar unter: https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2017/dv-08-17-vereinbarkeit.pdf

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Vollständige Pressemitteilung vom 21.09.2017 [PDF, 100 KB]

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