Empfehlungen/Stellungnahmen 2013

11.06.2013 – Empfehlungen des Deutschen Vereins zu den Mindeststandards von Babyklappen

Vorbemerkung
Getragen von der Hoffnung zu verhindern, dass Neugeborene ausgesetzt oder getötet werden, sind in Deutschland seit 1999 verschiedene Möglichkeiten der anonymen Kindesabgabe geschaffen worden. Babyklappen, die anonyme Geburt und die anonyme Übergabe des Kindes sollten Frauen in akuten Notsituationen niedrigschwellige Hilfsangebote an die Hand geben. Einige Fachtagungen gaben den Anstoß für eine bis heute kontrovers geführte breite Auseinandersetzung der Fachwelt mit dem Handlungsfeld der anonymen Kindesabgabe. Im Unterschied zur anonymen Kindesabgabe können bei einer vertraulichen Geburt die Rechte des Kindes, der Mutter und des Vaters besser gegeneinander abgewogen werden. Der Deutsche Verein hat den Gesetzgeber deshalb bereits 2003 dazu aufgefordert, mit der Möglichkeit der vertraulichen Geburt eine Alternative zur anonymen Kindesabgabe zu schaffen. Auf Grundlage einer umfassenden Evaluation der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse forderte der Deutsche Ethikrat 2009 eine Einstellung aller Angebote der anonymen Kindesabgabe, zumindest aber die Umsetzung und Einhaltung von Mindestanforderungen für diese.

Vollständige Empfehlung/Stellungnahme vom 11.06.2013 [PDF, 100 KB]

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