Fachforum 4.9: Stuttgarter Sozialmonitoring – Umsetzung einer integrierten Sozialberichterstattung

Zusammenfassung

Anhand von drei Fachvorträgen wurde das Sozialmonitoring der Landeshauptstadt Stuttgart vorgestellt.

Frau Pott führte in das Fachforum ein: die Entstehungsgeschichte, wichtige Inhalte und Bausteine sowie den (technischen) Aufbau der Datenbank Sozialmonitoring. Dabei legte sie besondere Schwerpunkte auf die integrierte Vorgehensweise und empfahl, sich ausreichend Zeit für die Konzeptionierung bzw. Abstimmung des Indikatorensets zu nehmen.

Im zweiten Vortrag ging es um die Gesundheitsdaten im Sozialmonitoring, die von Frau Galante-Gottschalk vom Gesundheitsamt vorgestellt wurden. Dabei ging es hauptsächlich um die verbesserten Möglichkeiten, die sich aufgrund des Sozialmonitorings für die Gesundheitsberichterstattung ergeben haben. Anhand des aktuellen Kindergesundheitsberichtes mit dem Titel „Kindergesundheitsbericht 2015: Gesundheit, soziale Lage und medizinische Versorgung in den Stuttgarter Stadtteilen“ wurden die Vorteile der integrierten Berichterstattung vorgestellt. Für das Gesundheitsamt bedeutet dies konkret neue Handlungsansätze auf Stadtteilebene sowie mehr Möglichkeiten, Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung zielgruppenorientiert im Stadtteil umzusetzen. Darüber hinaus dient der Kindergesundheitsbericht der gesamten Kommune als Planungsgrundlage. Gleichzeitig erläuterte Frau Galante-Gottschalk auch die Herausforderungen, die das Gesundheitsamt bewältigen musste, um sensible Gesundheitsdaten unter Beachtung des Datenschutzes in das kleinräumige Monitoring einspeisen zu können.

Im dritten Teil stellte Frau Kastner vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung den Aufbau des Quartiersmonitorings Soziale Stadtentwicklung vor, das sich aus dem Sozialmonitoring entwickeln wird. Mit dem Monitoring soll eine systematische Beobachtung von stadträumlichen Veränderungsprozessen und der Bevölkerungszusammensetzung durchgeführt werden. Um kritische Verhältnisse und Entwicklungen frühzeitig erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen und Handlungsansätze darauf reagieren zu können, müssen diese in kleinräumigerem Maßstab (auf Stadtviertelebene) methodisch analysiert und visualisiert werden. Das Vorhaben wird ämterübergreifend in der nächsten Zeit unter Federführung des Amtes Stadtplanung und Stadterneuerung umgesetzt werden.

Die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachforums trugen mit ihren Fragen und Diskussionsbeiträgen zu einem gelungenen Austausch bei.

Das Stuttgarter Sozialmonitoring ist unter www.stuttgart.de/sozialmonitoring abrufbar.


Veranstaltung von:

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Mitwirkende

Moderation

  • Sabrina Pott, Mitarbeiterin der Abteilung Sozialplanung, Sozialberichterstattung und Förderung im Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart


Vortrag

  • Sabrina Pott, Mitarbeiterin der Abteilung Sozialplanung, Sozialberichterstattung und Förderung im Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart
    Vortrag: Vorstellung des Stuttgarter Wegs zu einer integrierten Sozialberichterstattung mittels des Sozialmonitorings
  • Annette Galante-Gottschalk, Mitarbeiterin Strategische Gesundheitsförderung – Gesundheitsberichterstattung, Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart, Mitglied in der AG Sozialmonitoring
    Vortrag: Möglichkeiten und Grenzen der kleinräumigen Gesundheitsberichterstattung im Sozialmonitoring

Ausblick mit

  • Birgit Kastner, Mitarbeiterin Abteilung Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Landeshauptstadt Stuttgart, Mitglied in der AG Sozialmonitoring Zukünftige Weiterentwicklung: Kleinräumiges Quartiersmonitoring

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