P 12 | Fairer Wettbewerb. Ein konstitutives Element der modernen Caritas

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P 12 | Fairer Wettbewerb. Ein konstitutives Element der modernen Caritas
Auflage: 1. Auflage 2012
Seitenzahl: 92
ISBN: 978-3-7841-2130-7
Autoren: Jörg Munk
Artikelnummer: P 12

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Ist ein fairer Wettbewerb in der Sozialwirtschaft möglich?

Eine moderne Sozialstaatsphilosophie geht nicht mit dem bisher gepflegten paternalistisch-staatlichen Fürsorgeverständnis einher. Jörg Munk plädiert dafür, das historisch entstandene Verständnis der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege zu überdenken. Die Sozialwirtschaft benötige eine normative und ordnungspolitische Neuorientierung.

Die aktive Partizipation der betroffenen Mitbürger/innen, subjektorientierte Sozialleistungen und die bewusste Ermöglichung von Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten sind angesichts der latenten Finanzknappheit der öffentlichen Haushalte und der demografischen Herausforderungen die Lösungsansätze der Zukunft. Konsistente Wettbewerbsstrukturen können hierbei zu einer nachhaltigen, auf Effizienz und Effektivität angelegten Sozialstaatlichkeit beitragen. Wettbewerb in der Sozialwirtschaft benötigt einen vernünftigen, den Menschen dienenden Ordnungsrahmen, um fair und wohlfahrtssteigernd zu sein. Am Beispiel der sozialen Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderung werden die zentralen Postulate für eine faire Wettbewerbsordnung aufgezeigt.


Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung

2. Die Entwicklung der freien Wohlfahrtspflege
2.1 Entwicklung und Selbstverständnis der freien Wohlfahrtspflege
2.2 Aktuelle Situation der freien Wohlfahrtspflege

3. Vom Fürsorgeprinzip zur Bürgerrechtsstellung
3.1 Abriss zur historischen Entwicklung
3.2 Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
3.3 Der Sozialstaat heute
3.4. Konsequenzen für die Menschen mit Behinderung

4. Ethische Grundlagen der Sozialstaatlichkeit
4.1. Aufgeklärtes Eigeninteresse
4.2. Individuelle Freiheit
4.3. Gerechtigkeit
4.4. Solidarität
4.5. Fazit
4.6. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen

5. Moderne Gesellschaften
5.1. Begrifflichkeit und Ursprung
5.2. Moderne Gesellschaften als differenzierte Einheit
5.3. Individualisierung der Lebenslagen
5.4. Zivilgesellschaftliche Akteure
5.5. Marktwirtschaft und Wettbewerb

6. Ein erstes Zwischenfazit
6.1. Vormoderne Rollenverteilung
6.2. Aktive Partizipation ermöglichen
6.3. Akteure ihres eigenen Wohls

7. Der Blickwinkel der Wirtschaftsethik
7.1. Die integrative Wirtschaftsethik von Peter Ulrich
7.2. Wirtschaftsethik mit ökonomischer Methode nach Karl Homann
7.3. Resümee
7.4. Wirtschaftsethische Betrachtung sozialer Unternehmen

8. Das Konsistenzpostulat
8.1. Konsistente Rahmenbedingungen auf den politischen Ebenen
8.2. Föderalismusaspekte
8.3. Fairer Wettbewerb braucht einen konsistenten Rahmen

9. Wesensmerkmale des perfekten Wettbewerbs
9.1. Anwendungspostulate aus der Theoriebildung
9.2 Anbieter-, Nachfragervielfaltsgebot
9.3 Marktdefinitionsgebot
9.4 Rationalität und Transparenz
9.5 Sachzweckbezogene Eintritts- und Austrittsbarrieren
9.6 Keine Versorgungsverpflichtung
9.7 Legitime Gewinnerzielung
9.8 Fazit


Autoreninfo


Jörg Munk, geb. 1960, Dipl. Betriebswirt (FH), Master of Arts, ist Geschäftsführer eines Sozialunternehmens im württembergischen Oberschwaben.

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