S 5 | Wege aus der Sozialhilfe - Wege aus der Armut?

Es befinden sich keine Artikel im Warenkorb
S 5 | Wege aus der Sozialhilfe - Wege aus der Armut?
Auflage: 1. Auflage 2004
Seitenzahl: 255
ISBN: 978-3-7841-1749-2
Autoren: Christine Hagen
Artikelnummer: S 5
€ 19,70
€ 14,80 (Preis für DV-Mitglieder)


Weitere Informationen

Die Arbeit ist entstanden im Sonderforschungsbereich „Statuspassagen und Risikolagen“ der Universität Bremen. Die Befunde sind Ergebnis einer mit qualitativen Interviews erstellten Längsschnittstudie.

Die Dissertation untersucht sowohl die Lebensumstände, die einen Ausstieg aus der Sozialhilfe ermöglichen, als auch Prozesse des Ausstiegs und individuelle Lebensverläufe nach dem Bezug von Sozialhilfe. Damit wird eine Forschungslücke geschlossen und das Zusammenspiel von institutionellen und individuellen Dynamiken in Lebensverläufen in den Blick genommen. Im Unterschied zu Einzelanalysen werden Aspekte von Armut im Zusammenhang ihrer komplexen gesellschaftlichen Verflechtung untersucht. Selbstdefinitionen, subjektive Einschätzungen der Betroffenen werden neben Indikatoren zur objektiven sozialen Lage einbezogen.

Herausgearbeitet wird, welche Bedeutung neben der materiellen Lage die Einengung von Handlungsspielräumen der Betroffenen wie Teilhabedefizite, Marginalisierung und Exklusion für mögliche Diskrepanzen zwischen Sozialhilfeverläufen und individuellen Armutsdynamiken im Lebenslauf haben. Der Focus der Arbeit liegt auf der Analyse von Wegen aus und nach der Sozialhilfe. Erklärbar wird, warum die Beendigung des Sozialhilfebezugs nicht zwangsläufig als Erfolg wahrgenommen wird und wie sich entscheiden kann, ob Armut eine einmalige Episode war oder sich zu einer längerfristigen Abstiegskarriere verhärtet.


Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung

2 Wege aus der Sozialhilfe - der Forschungsstand

2.1 Die dynamische Sozialhilfeforschung - einige methodische Aspekte
2.2 Ausstiegsformen und Definitionsprobleme von Ausstiegen
2.3 Ausstiegsdeterminanten im Lebensverlauf
2.3.1 Individuelle Charakteristika
2.3.2 Institutionelle Rahmenbedingungen
2.3.3 Makroökonomische Faktoren
2.4 Individuelle Wege aus und nach der Sozialhilfe als mehrdimensionale Prozesse - eine Forschungslücke

3 Konzeptioneller Rahmen: Verhaltensmodell und Strukturkonzept
3.1 Individuelle Problemwahrnehmung und -bewältigung
3.1.1 Das transaktionale Verhaltensmodell
3.1.2 Die Berücksichtigung des lebensweltlichen Kontextes
3.2 Armutsverläufe und soziale Ausgrenzungsprozesse
3.2.1 Ausschließung im Verhältnis zur Zugehörigkeit
3.2.2 Probleme der Begriffsbestimmung
3.2.3 Ausgrenzung als Zustand und Prozess
3.3 Forschungsrelevante Aspekte und Fragestellungen an die Empirie

4 Datengrundlage und Methode der Untersuchung
4.1 Methode der Längsschnittanalyse
4.2 Stichprobe
4.3 Datenerhebung
4.4 Auswertung

5 Empirische Ergebnisse: Lebens- und Sozialhilfeverläufe zwischen Integrations- und Ausgrenzungsprozessen
5.1 Die Zielstrebigen - „... mein Leben gestaltet sich im Moment außerordentlich erfolgreich."
5.1.1 Erfolgreiche Berufseinmündungen
5.1.2 Autonomiegewinnung nach einer Trennung
5.1.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
5.2 Die Zuversichtlichen - „Also es ist völlig offen, aber wie gesagt, bin ich zuversichtlich "
5.2.1 Berufsverläufe im Umbruch
5.2.2 Neue Arrangements zwischen Beruf und Familie
5.2.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
5.3 Die Absteigenden - „...das habe ich mir so nicht vorgestellt, nicht."
5.3.1 Berufliche Abwärtsmobilität
5.3.2 Negative Folgen einer Trennung
5.3.3 Integrationsprobleme in einem neuen Land
5.3.4 Berufseinmündung als risikoreicher Lebensabschnitt
5.3.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
5.4 Die Optionslosen - „Ja, wie soll das jetzt noch mal anders werden?"
5.4.1 Auf dem beruflichen Abstellgleis
5.4.2 Resignation nach einer Trennung
5.4.3 Krankheit als Sackgasse
5.4.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
5.5 Zusammenfassung

6 Soziologische und sozialpolitische Schlussfolgerungen
6.1 Coping- und Ausgrenzungskonzept im Spiegel der empirischen Ergebnisse
6.2 Sozialpolitischer Ausblick

7 Literatur