J 8 | Schulverweigerung - neue Ansätze und Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis

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J 8 | Schulverweigerung - neue Ansätze und Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis
Auflage: 1. Auflage 2009
Seitenzahl: 196
ISBN: 978-3-7841-1953-3
Autoren: Josef Faltermeier
Artikelnummer: J 8

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Reihe Jugend und Familie (J 8)

Seit Jahren liegt die Zahl der jungen Menschen, die die Schule verweigern, auf hohem Niveau: schätzungsweise 500.000 bundesweit. Dass dabei der Anteil der Jungen relativ hoch ist, liegt allein an deren auffälligerem Protestverhalten. Mädchen sind nicht weniger betroffen, wählen jedoch eher passive, also unauffälligere Formen des Rückzugs. Dies hat Folgen: Ein nicht unerheblicher Teil der Schulverweigerungen mündet in Schulabbruch und unzureichender beruflicher Bildung. Laut Berufsbildungsbericht 2009 verlassen 8 % der Schüler/innen eines Abschlussjahrgangs die Schule ohne Abschluss und beinahe 20 % der Auszubildenden beenden die begonnene Lehre nicht und steuern damit schon früh auf Arbeitslosigkeit zu.
Die Bundesregierung hat 2006 das ESF-Modellprogramm „Schulverweigerung – die 2. Chance“ aufgelegt. In der Modellphase bis 2008 wurden die über 3.000 jungen Menschen, die in das Programm eingebunden waren, sowie die über 70 Standorte ausführlich evaluiert. So konnten auf der Grundlage neuer Erkenntnisse wirksame Ansätze gegen Schulverweigerung entwickelt und umgesetzt werden. Der Band gibt einen umfassenden Überblick über die empirischen Ergebnisse des Bundesmodellprogramms und über die Schlussfolgerungen, die sich hieraus für das Bildungswesen in Deutschland und auf kommunaler Ebene ergeben.
Zudem stellt die Publikation neue Forschungsergebnisse zur Schulverweigerung vor, unter anderem zu ihrem Verhältnis zu Geschlecht, sozialer Herkunft und Migrationshintergrund der Jugendlichen. Schließlich werden zur Nachahmung Best-practice-Modelle präsentiert, die in besonderer Weise den Anspruch zeitgemäßer Pädagogik im Umgang mit Schulverweigerung einlösen.


Autoreninfo


Karl Antony, Dipl. Pädagoge, Kunstschmied, Leitung von Projekten zur Jugendsozialarbeit, Berlin-Kreuzberg.

Werner Averbeck, Schulleiter der Anne-Frank-Schule, Hamm.

Britta Balschuweit, Dipl.-Psychologin, Case-Managerin im Projekt „Schulverweigerung – Die 2. Chance“.

Albert Borde, Dipl. Pädagoge, Rauhes Haus, Hamburg, Regionalleiter im Stiftungsbereich Kinder- und Jugendhilfe.

Anja Burchert, Dipl. Soziologin, Junior Researcher an einem Bildungsforschungsinstitut, Österreich.

Susanne Dreyer, Pädagogin; Waldhaus – Sozialpädagogische Einrichtungen der Jugendhilfe gGmbH, Projektentwicklung und Controlling.

Dr. phil. Josef Faltermeier, Dipl. Pädagoge, Dipl. Sozialarbeiter, ehemals Leiter des Arbeitsfeldes „Kindheit, Jugend, Familie, Gleichstellung“ und Leiter des Gesamtprogramms „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ (2006 – 2008) beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V, Berlin, derzeit Vertretungsprofessur für Geschichte und Methoden der Sozialen Arbeit an der Hochschule RheinMain Wiesbaden, FB Sozialwesen.

Wolfgang Geiling, Dipl. Sozialpädagoge (FH), Dipl. Pädagoge (Univ.), Innovative Sozialarbeit e.V., Schulbezogene Jugendhilfe, Bamberg.

Stefan Jaskiewicz, Dipl. Verwaltungswissenschaftler, Projektkoordinator des Modellprojektes „Integration inklusive – Integration junger Menschen mit Behinderung – Teilhabe am Arbeitsleben“, Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW), Berlin.

Reiner Kiefer, Dipl. Pädagoge, Pädagogischer Leiter und Schulleiter, Evangelische Jugendhilfe Freiburg-Zähringen.

Sarah Morf, MA in Publizistik, Sozialpsychologie und Wirtschaft, Programmmanagerin im Bereich Jugendsozialarbeit und Schule, Berlin.

Petra Mund
, Dipl. Sozialpädagogin (FH), MA Sozialmanagement, Wissenschaftliche Referentin im Arbeitsfeld „Kindheit, Jugend, Familie, Gleichstellung“ beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin.

Dr. phil. Barbara Mutke, Dipl. Pädagogin, Institut für Sozialpädagogische Forschung e.V. Mainz, Wissenschaftliche Mitarbeit an Forschungsprojekten an der TU Berlin, dem ISA e.V. Münster und dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin („Schulverweigerung – Die 2. Chance“).

Dr. Gudrun Quenzel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Bildungs- und Handlungskompetenzen funktionaler Analphabeten an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, Mitautorin der 15. Shell Jugendstudie.

Sybill Radig, Dipl. rer. pol., Dipl. Sozialpädagogin, M.A. Sozialmanagement, Systemische Familientherapeutin, Abteilungsleiterin des Allgemeinen Sozialdienstes, Jugendamt Leipzig.

Stephanie Schöne, Dipl. Pädagogin, Drogenberaterin, Systemische Therapeutin; Bereichsleiterin Bildung Plan L e.V., Leipzig.

PD Dr. Haci-Halil Uslucan, Vertretungsprofessor für Pädagogische Psychologie Helmut-Schmidt-Universität Hamburg; Forschungsschwerpunkte: Jugend, Gewalt und Erziehung, Migration, Kulturvergleich, islamischer Religionsunterricht, Akkulturationsbelastungen.

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