J 14 | Kontinuität im Kinderschutz – Perspektivplanung für Pflegekinder

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J 14 | Kontinuität im Kinderschutz – Perspektivplanung für Pflegekinder
Auflage: 2015
Seitenzahl: 376
ISBN: 978-3-7841-2737-8
Autoren: Mériem Diouani-Streek
Artikelnummer: J 14

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„Die Autorin leistet einen hervorragenden Beitrag zur aktuellen Reform des Pflegekinderrechts, der der deutschen Fachöffentlichkeit einen bedeutsamen Blick über den ‚Tellerrand’ ermöglicht, verbunden mit dem wichtigen Vergleich und Bezug zur deutschen Realität. Der Studie ist weite Verbreitung, insbesondere unter politischen Entscheidungsträgern, FamilienrichterInnen und Fachkräften in Jugendämtern zu wünschen“ (Peter Hoffmann, PFAD 1/2016)

Weitere Informationen

Aktuelle Forschungsbefunde zeigen Pflegekinder als Hochrisikogruppe für Entwicklungsbeeinträchtigungen. Die Studie analysiert konzeptionelle und rechtliche Grundlagen sowie methodische und strukturelle Problemfelder einer kontinuitätssichernden Perspektivplanung für Pflegekinder und bereitet diesbezügliche Reformen in den USA auf. Ihre Ergebnisse bieten wichtige Impulse für eine auf Stabilität und Kontinuität ausgerichtete Kindesunterbringung sowie für den Reformdiskurs zum Pflegekinderrecht.

„Alle, die die gegenwärtigen Schwierigkeiten von Pflegekinderdiensten in Deutschland nachvollziehen wollen, finden Aufklärung [,"> und die an diesen Schwierigkeiten zu verzweifeln drohen, erkennen, dass es diese Probleme vor vielen Jahren auch in den USA gab und dass sie lösbar sind“ (Christine Köckeritz, ZKJ 12/2015)


Inhaltsverzeichnis


Vorwort
Prolog

I. Problemstellung
I.A Risiko und Evidenz von Entwicklungsbeeinträchtigungen bei Pflegekindern
I.B Kontinuitätssichernde Hilfe- und Perspektivplanung für Pflegekinder
I.B.1 Problemfelder und Forschungsdesiderat
I.B.2 Zielgruppe, Erkenntnisinteresse und Methode

II. Statistische Daten zur Vollzeitpflege
II.A Überblick zu Entwicklungen seit 1991
II.B Vollzeitpflege und Kindeswohlgefährdung
II.B.1 Anregende der Hilfe, sorgerechtliche Beschränkungen und Gründe von Inpflegegaben
II.B.2 Vorherige Aufenthaltsorte und Hilfen sowie Diskontinuität
II.B.3 Rückführungen, Adoption und Hilfedauer
II.C Resümee und Ergänzungsvorschläge zur Statistik

III. Entwicklungsrisiken und -beeinträchtigungen von Pflegekindern
III.A Hochrisikogruppe Pflegekinder
III.A.1 Risiko- und Schutzfaktoren der kindlichen Entwicklung
III.A.2 Grundbedürfnisse und Deprivationsfolgen
III.A.3 Traumatische Erfahrungen im Kindesalter und Bewältigungsversuche erlebter Ohnmacht
III.A.4 Psychische Belastungen, traumatische Erlebnisse und Posttraumatische Belastungsstörung bei Pflegekindern
III.A.5 Resümee
III.B Konzeptionelle und methodische Fragen an Entscheidungspraxis und Hilfeplanung zu familienersetzenden Maßnahmen
III.B.1 Entwicklungsbeeinträchtigungen von Pflegekindern als Symptom?
III.B.2 Was leitet unseren Blick?
III.B.3 Medizinisch-psychologische Diagnostik als umstrittener Zugang in der Hilfeplanung
III.B.4 Frühe Gefährdungserfahrungen und Jugendhilfekarrieren in familienersetzenden Maßnahmen
III.B.5 Traumafolgestörungen
III.B.6 Resümee: (An-)Erkennen der Entwicklungsrisiken und -beeinträchtigungen von Pflegekindern in Deutschland

IV. Bindung und Diskontinuität im Kontext Vollzeitpflege
IV.A Inpflegegaben und Schutzmaßnahmen in der frühen Kindheit
IV.A.1 Die Kontinuitätsrichtlinie von Goldstein, Freud und Solnit
IV.A.2 Die Entwicklung der Bindung in der frühen Kindheit
IV.A.3 Desorganisiertes Bindungsverhalten
IV.A.4 Bindungsstörungen
IV.A.5 Erste Überlegungen zum Verhältnis Früher Hilfen und Inpflegegaben
IV.A.6 Erkenntnisse zur Bindungsentwicklung kleiner Kinder in Pflege
IV.A.7 Bindungsbasierte Interventionen und Implikationen
IV.A.8 Resümee und Transfer
IV.B Diskontinuität und psychische Problembelastung bei Pflegekindern
IV.B.1 Diskontinuität und Beeinträchtigungen der sozialen und emotionalen Entwicklung bei Pflegekindern
IV.B.2 Psychosoziale Entwicklung, Wohlbefinden und Selbstwertgefühl ehemaliger Pflegekinder
IV.B.3 Vergleich der Entwicklungsverläufe von Pflege- und Adoptivkindern
IV.B.4 Resümee und Transfer

V. Permanency Planning: Kontinuitätssichernde Unterbringung und rechtliche Absicherung gefährdeter Kinder am Beispiel der USA
V.A Historische Entwicklungslinien des Permanency Planning
V.A.1 Von der Permanency Philosophy zum Permanency Planning
V.A.2 Der Adoption Assistance and Child Welfare Act von 1980 und seine Wirkungen
V.A.3 Soziale Ungleichheit, Family Preservation Policies und Kinderschutz
V.A.4 Der Adoption and Safe Family Act von 1997 und seine Wirkungen
V.B Rückführungsforschung
V.B.1 Wirkungsforschung zu intensiven Rückführungsprogrammen
V.B.2 Follow-up-Forschung zur Stabilität von Rückführungen und Risikofaktoren des Scheiterns von Rückführungen
V.B.3 Konsequenzen in Diskurs und Praxis
V.C Die Ablösung der sequenziellen Hilfeplanung: Concurrent Planning
V.C.1 Konzeptionelle und methodische Grundlagen
V.C.2 Mehrdimensionale Diagnostik: Prognose der Rückkehroption zu Beginn des Hilfeverlaufs
V.C.3 Implementierungsforschung
V.C.4 Evaluationsforschung und Implikationen für die Praxis
V.C.5 Aktuelle Entwicklungen in der Kindesschutzgesetzgebung
V.D Abschließende Betrachtungen

VI. Rechtliche Aspekte der Kindesunterbringung in Deutschland
VI.A Voraussetzungen einer Fremdunterbringung
VI.A.1 Kindeswohl, Elternverantwortung und staatliches Wächteramt
VI.A.2 Kindeswohlgefährdung und zivilrechtliche Kindesschutzverfahren
VI.A.3 Vollzeitpflege im Spannungsfeld von sozialer Dienstleistung und Kinderschutz
VI.A.4 Resümee und Transfer
VI.B Pflegekinder zwischen Kontinuitätsgrundsatz und drohender Herausgabe
VI.B.1 Kontinuitätsgrundsatz
VI.B.2 Kontinuitätssichernde Perspektivplanung in Recht und Praxis
VI.B.3 Möglichkeiten und Problemfelder nachhaltiger Schutzregelungen für Kinder
VI.B.4 Grenzen nachhaltiger Kindesschutzinterventionen für erheblich gefährdete und beeinträchtigte (Pflege-)Kinder im deutschen Recht
VI.B.5 Resümee und Transfer

VII. Ergebnisse
VII.A Implikationen und Forschungsdesiderate für effektive und nachhaltige Kindesschutzinterventionen
VII.A.1 Selektivprävention im Frühbereich
VII.A.2 Tertiärpravention: Entwicklungsbeeinträchtigte und traumatisierte Pflegekinder
VII.A.3 Kinderschutz und Kinderrechte
VII.B Diskussion und Ausblick

Epilog
Abkürzungsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Quellenverzeichnis ausländischer Organisationen und Gesetze
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Danksagung
Die Autorin


Autoreninfo


Mériem Diouani-Streek, Dr. phil.; Studium der Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Promotion an der Fakultät für Humanwissenschaften der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Praxiserfahrungen im Bereich der ambulanten, teilstationären und stationären Erziehungshilfen sowie in der Fortbildung von Fachkräften der öffentlichen und freien Jugendhilfe. Forschung, Lehre und Referentinnentätigkeit in Kinderschutz, Hilfen zur Erziehung, Pflegekindschaft, Adoption und Kindertagespflege.
Zurzeit Vertretungsprofessorin für Bildung und Erziehung am Fachbereich Soziale Arbeit der Frankfurt University of Applied Sciences.
Kontakt: diouani@gmx.de

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