H 22 | Technikberatung für ältere Menschen und Angehörige

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H 22 | Technikberatung für ältere Menschen und Angehörige
Auflage: 2016
Seitenzahl: 136
ISBN: 978-3-7841-2923-5
Autoren: Birgit Apfelbaum, Nina Efker und Thomas Schatz
Artikelnummer: H 22

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„Im Sinne der gewonnenen Erfahrungen verzichten die Autor_innen auf eine Wissenschaftssprache, sondern schreiben gut und allgemein verständlich, so dass das Buch eine breite Zielgruppe hat: Wohlfahrtsverbände, Pflegedienste, letztendlich auch Pflegekassen, Auszubildende sowieso und vor allen Dingen: (Kommunal-) Politiker sowie andere Beratungsdienste für Senioren“ (Prof. Stefan Müller-Teusler, socialnet 16.1.2017)

Weitere Informationen

Die Potenziale technischer Hilfsmittel für die Förderung von Selbstständigkeit, Autonomie und gesellschaftlicher Teilhabe älterer Menschen auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf wurden bisher wenig genutzt. Damit gehen Chancen einer „Verjüngung des Alters durch Technik“ verloren – für Alternde, deren Angehörige und für Kommunen.

Ausgehend von Modellprojekten in 22 Städten und Landkreisen wird die Bedeutung von Technikberatung für ältere Menschen und Angehörige erläutert. Schritt für Schritt wird der Aufbau eines bedarfsorientierten Beratungsangebots dargestellt, begleitet von Praxis-Tipps und Handlungsempfehlungen sowie einer Übersicht erprobter Geräte.


Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung
2. Argumente für eine kommunale Senioren-Technikberatung
3. Aufgaben und Zielgruppen
3.1 Aufgaben der Senioren-Technikberatung
3.2 Zielgruppen der Technikberatung
3.3 Ethische Herausforderungen für die Technikberatung
4. Eine Senioren-Technikberatung aufbauen
4.1 Die Beratungsstelle als Teil eines Netzwerkes
4.2 Die unmittelbare Vorbereitungsphase
4.3 Inhalte stehen im Vordergrund
4.4 Der Mehrwert für Klient/innen
4.5 Wer soll beraten?
4.6 Welche Technik ist die richtige?
4.7 Formate der Beratung
5. Der Beratungsprozess
5.1 Beraten statt „beschwatzen“
5.2 Der/die aufmerksame Expert/in
5.3 Individuelle Lösungsvorschläge
5.4 Die Rolle von Angehörigen
5.5 Grenzen der Senioren-Technikberatung
6. Die Zielgruppe „Senior/innen“ erreichen
6.1„Alte Menschen“ verstehen
6.2 Alter und Technik
7. Zusammenfassung
7.1 Motivierende Faktoren
7.2 Zugangsbarrieren
8. Zugangsbarrieren überwinden: 20 Handlungsempfehlungen
8.1 Altersneutrale Ansprache
8.2 Hohes Anpassungsvermögen an widrige Lebensumstände
8.3 Wirksamkeit der technischen Primärsozialisation
8.4 Kosten-Nutzen-Abwägungen von Innovationen im Lebensumfeld
8.5 Umgang mit langfristigen Perspektiven
Anhang: Beispiel-Demonstratoren für eine Beratungsstelle


Autoreninfo


Prof. Dr. phil. Birgit Apfelbaum lehrt und forscht seit 2006 auf einer Professur für Kommunikations- und Sozialwissenschaften am Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz, u.a. zur Kommunikation im Öffentlichen Sektor. Im Rahmen von Wissenschafts-Praxis-Kooperationen baute sie seit 2011 den Forschungsschwerpunkt „Demografischer Wandel als Impuls für Soziale Innovation im Kommunalen Raum“ auf. Im Zentrum verschiedener empirisch-partizipativ orientierter Vorhaben standen u.a. die Rolle der Wohnungswirtschaft als Netzwerkakteur der kommunalen Demografiestrategie (2011–2013), die Begleitung und Evaluation eines Bürgerbeteiligungsverfahrens im Rahmen der Stadtentwicklung (2013–2014), ein Kommunikations- und Vernetzungskonzept für die Kommunalen Beratungsstellen „Besser Leben im Alter durch Technik“ in Sachsen-Anhalt (2014–2015) und ein lebenslagenorientiertes Entwicklungs- und Bedarfs-Konzept zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege in der Kommunalverwaltung (2015). Weitere Informationen unter www.hs-harz.de/bapfelbaum.

Nina Efker, Dipl.-Sozialwissenschaftlerin, baut als Projektkoordinatorin seit Januar 2014 die strategische Senioren-Technikberatung der Stadt Solingen auf. Neben individueller Beratung und kollegialem Zusammenspiel mit der kommunalen Wohn-, Pflege- und Demenzberatung wurden generationenübergreifende Bildungsangebote geschaffen, um Senior/innen im Sinne der sozialen Teilhabe einen individuellen Zugang zu neuen Medien zu ermöglichen. In Solingen konzeptionierte sie spezielle Fortbildungsangebote für professionelle (pflegeergänzende) Dienstleister zum Thema „technische Assistenz“ und baute das Netzwerk „Initiative Zuhause leben“ − ein multidisziplinärer Zusammenschluss von Akteuren − auf. Nina Efker hat eine Gruppe von ehrenamtlichen Senioren-Technikberater/innen ausgebildet und gestaltet mit ihnen gemeinsam die Öffentlichkeitsarbeit der Senioren-Technikberatung.

Thomas Schatz, M.A., arbeitet seit 2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz. In verschiedenen Forschungsprojekten zum altersgerechten Wohnen, zur Technikakzeptanz von Senior/innen und zur Entwicklung kommunaler Konzepte für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege beschäftigte er sich von 2013 bis 2015 aus politik- und sozialwissenschaftlicher Perspektive mit dem Themenfeld Alter und Technik. In den Jahren 2014 und 2015 sammelte er als Leiter der „Kommunalen Beratungsstelle – Besser leben im Alter durch Technik“ der Stadt Wanzleben-Börde außerdem praktische Erfahrungen in der Beratung älterer Menschen und pflegender Angehöriger und gestaltete als Pionier der Senioren-Technikberatung in Sachsen-Anhalt den Aufbau von Netzwerkstrukturen auf kommunaler Ebene.

Nina Efker und Thomas Schatz bieten bundesweit Vorträge zum Thema „Kleine Technik, große Hilfe“ an.

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