2022

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01.06.2022 – Pressemitteilung: Eltern zwischen Kindererziehung und Angehörigenpflege brauchen Unterstützung

Bild: Ältere Frau mit Ihrer Mutter am KüchentischFoto: istock.com/©PIKSEL

Eltern tragen eine besondere Verantwortung für das Aufwachsen ihrer Kinder. Gleichzeitig sind sie auch für die Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger verantwortlich. Die Familie als "größter Pflegedienst Deutschlands" gerät damit an ihre Belastungsgrenze.

"Die Unterstützungsleistungen durch das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz reichen nicht aus, damit Pflegende in der sogenannten Sandwich-Position Beruf, Kinderbetreuung und Pflege vereinbaren können, ohne sich permanent zu überfordern", sagt Nora Schmidt, Geschäftsführerin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die zuletzt mit der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben vorgenommen Anpassungen würden daran kaum etwas ändern. Vor diesem Hintergrund unterstützt der Deutsche Verein in seinen Empfehlungen zur Pflegefinanzierung, das Pflegedarlehen durch eine Lohnersatzleistung analog zum Bundeselterngeld zu ersetzen. Die Empfehlungen des Deutschen Vereins sind abrufbar unter: https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2020/dv-03-20-pflegefinanzierung.pdf

Die Stellungnahme des Deutschen Vereins zur EU-Richtlinie ist abrufbar unter: https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2022/dv-3-22_eu-richtlinie.pdf

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation sowie der Migration und Integration. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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