2022

Empfehlungen zur Schnittstelle zwischen Eingliederungshilfe und Pflege mit dem Fokus auf Leistungen im häuslichen Bereich

03.06.2022 – Pressemitteilung: Eingliederungshilfe und Pflege: aktuelle Ansätze zum Umgang mit der Schnittstelle

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. legt Empfehlungen zur Schnittstelle zwischen den Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege mit dem Fokus auf Leistungen im häuslichen Bereich vor.

Menschen mit Behinderungen und Pflegebedarf erhalten oft eine Kombination aus Leistungen der Eingliederungshilfe, der Pflegeversicherung und ggfs. der Leistungen der Hilfe zur Pflege. In der Praxis kann dies zu Schwierigkeiten bei der Bewilligung beantragter Leistungen führen.

"Per Gesetz sind die Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege gleichrangig. Mit unseren Empfehlungen wollen wir die bestehenden Probleme, die an der Schnittstelle auftreten können, aufzeigen und der Praxis Hinweise zur Kooperation und zum Verfahren an die Hand geben", sagt Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. "Ziel muss es sein, im Sinne der Leistungsberechtigten eine umfassende Bedarfsdeckung und eine gleichzeitig möglichst streitfreie Leistungsbewilligung zu erreichen."

Die Empfehlungen des Deutschen Vereins nehmen eine Beschreibung der rechtlichen Grundlagen sowie der Darstellung der unterschiedlichen Verfahren vor. Gleichzeitig werden mögliche Abgrenzungen der Leistungen der Pflegeversicherung, u.a. der Verhinderungspflege, zu den Leistungen der Eingliederungshilfe vorgestellt. Die Empfehlungen wollen Hilfestellung für die Praxis geben, wie mit Abgrenzungsfragen in einer gemeinsamen Verantwortung von Eingliederungshilfe und Pflege angemessene Lösungen gefunden werden können.

Die Empfehlungen sind abrufbar unter https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2022/dv-20-21_eingliederungshilfe-pflege.pdf

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation sowie der Migration und Integration. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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