2020

ZAnK

29.07.2020 – COVID-19 und grenzüberschreitende Familienkonflikte

Logo von der Zentralen Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte (ZAnK)

Jährlich erleiden weltweit viele hundert Trennungskinder das gleiche Schicksal: Sie werden von einem Land in ein anderes entführt. Eine Situation, die sie oft nicht verstehen und nicht beeinflussen können. Die durch die Corona-Pandemie erforderlichen Maßnahmen, wie bspw. Grenzschließungen, mögen zwar die eine oder andere Kindesentführung verhindert haben, können aber auch Zündstoff für neue Auseinandersetzungen zwischen den Eltern sein.

Für Kinder ist es wichtig, die Auswirkungen der Pandemie zu verstehen. Ihre Zweifel und Besorgnis in Bezug auf die neue Situation sollten gemeinsam mit ihnen besprochen werden, bspw., dass die Kontakte zum anderen Elternteil vorübergehend begrenzt sein können. Auch die beteiligten Elternteile müssen verstehen, dass in Zeiten von COVID-19 ein persönliches Treffen evtl. nicht möglich ist. Jedoch ist COVID-19 nicht zwingend ein Grund, den Kontakt oder eine Rückführung des Kindes zum anderen Elternteil zu vermeiden.

Besonders wichtig ist es in dieser Situation, gemeinsam eine Lösung zu finden. Der International Social Service (ISS) hat ein Factsheet zu COVID-19 in Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Familienkonflikten in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.

Die Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte des Internationalen Sozialdienstes im Deutschen Verein berät Eltern und Fachkräfte hierzu: https://www.zank.de

Factsheet zu COVID-19 in Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Familienkonflikten