2020

Nacht der Solidarität

29.01.2020 – Berlin ruft zur "Nacht der Solidarität"

In der Nacht vom 29. auf den 30. Januar wird in Berlin zur "Nacht der Solidarität" aufgerufen. Erstmals in Deutschland werden in dieser Nacht systematisch und umfangreich die obdachlosen Menschen gezählt und befragt, die nachts auf der Straße schlafen.

Damit sollen die Kenntnisse um Bedarfe der Wohnungsnotfallhilfe erweitert und dadurch das Hilfesystem bedarfsgerecht optimiert werden. Mit diesem Vorhaben setzt Berlin um, was durch das kürzlich verabschiedeten Bundesgesetz zur Wohnungslosenberichterstattung erst noch kommen soll: gesicherte Erkenntnisse über das Ausmaß von Straßenobdachlosigkeit.

Der Deutsche Verein fordert schon seit Jahren ein wissenschaftlich fundiertes Berichtswesen zur Situation der Wohnungslosigkeit in Deutschland. Zu den Forderungen zählt unter anderem neben der Einbeziehung von Straßenobdachlosigkeit und verdeckter Wohnungslosigkeit in die gesetzliche Statistik auch die Implementierung eines Beraterkreises, der die Umsetzung der Statistik begleitet. Entsprechend hatte der Deutsche Verein das Gesetzesvorhaben beobachtet und war aktiv am politischen Diskussionsprozess beteiligt.

Stellungnahme der Geschäftsstelle des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V. zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für ein Gesetz zur Einführung einer Wohnungslosenberichterstattung (Wohnungslosenberichterstattungsgesetz) vom 16. Juli 2019 [PDF, 220 KB]

Weitere Informationen zur Nacht der Solidarität unter:
https://www.berlin.de/nacht-der-solidaritaet/