Teilhabe am Arbeitsleben - Budget für Arbeit und andere Leistungsanbieter nach dem BTHG | neue Veranstaltung, freie Plätze

  • Datum: 11.10.2018, 14:00 Uhr bis 12.10.2018, 12:30 Uhr
  • Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter/innen von (zukünftigen) Trägern der Eingliederungshilfe, an Leistungserbringer, an Organisationen von und für Menschen mit Behinderungen, an Führungskräfte und Mitarbeiter/innen der WfbM und der Integrationsämter sowie an (potenzielle) Arbeitgeber des Budgets für Arbeit und an andere Leistungsanbieter.
  • Anmeldung bitte bis: 23.07.2018, 23:59 Uhr
  • Veranstaltungsnummer: P 10/4499/18
  • Ort: Hannover Wyndham Atrium | Karl-Wiechert-Allee 68

Logo des Projekts "Umsetzungsbeteiligung Bundesteilhabegesetz"

Mit Art. 27 Abs. 1 UN-BRK haben die Vertragsstaaten „das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit“ anerkannt. In den abschließenden Bemerkungen über den ersten Staatenbericht Deutschlands aus dem Jahr 2015 wird empfohlen, „einen inklusiven, mit dem Übereinkommen in Einklang stehenden Arbeitsmarkt zu schaffen“ (UN 2015: 9).

Die Teilhabe am Arbeitsleben ist ein zentraler Punkt, in dem das BTHG deutsches Recht in Bezug auf die UN-BRK weiterentwickelt (BT-Drs. 18/9522: 188f.). In diesem Zusammenhang zielt das BTHG darauf ab, die Anreize zur Aufnahme einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen auf persönlicher und institutioneller Ebene zu verbessern (ebd.: 191). Dabei „sollen vor allem den Menschen mit Behinderungen, die heute einen Anspruch auf Leistungen in einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen, F.S.) haben, Chancen außerhalb der Werkstatt eröffnet werden“ (ebd.: 194). Insofern betreffen die Änderungen des BTHG im Rahmen der Teilhabe am Arbeitsleben Menschen mit Behinderungen, die dauerhaft voll erwerbsgemindert sind.

Für diese Personengruppe sollen insbesondere durch zwei neue Leistungsarten Alternativen zur Beschäftigung in einer WfbM geschaffen werden, die mit § 140 SGB XII (ab 2020 § 111 SGB IX n.F.) sowie mit den §§ 60f. SGB IX zum 01.01.2018 in Kraft getreten sind:
1.Leistungen bei anderen Leistungsanbietern und
2.Leistungen bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern (Budget für Arbeit).
Zugleich wurde für Werkstattbeschäftigte, die bei einem anderen Leistungsanbieter oder im Rahmen eines Budgets für Arbeit am Arbeitsleben teilgenommen haben, ein Rückkehrrecht in die WfbM eingeführt (§ 220 Abs. 3 SGB IX).

Durch die Neuregelungen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ergeben sich zahlreiche Herausforderungen insbesondere für die (zukünftigen) Träger der Eingliederungshilfe. Dabei sind die Träger der Eingliederungshilfe in der Regel zuständig für Leistungen im Arbeitsbereich der WfbM, für Leistungen bei anderen Leistungsanbietern und für den Lohnkostenzuschuss und die Assistenzleistungen im Rahmen des Budgets für Arbeit. Zugleich wird es auf die Zusammenarbeit zwischen Trägern der Eingliederungshilfe, WfbM, anderen Leistungsanbietern und Integrationsämtern ankommen, um zum einen das Wahlrecht der Menschen mit Behinderungen zu realisieren (§ 62 SGB IX) und zum anderen die Unterstützung potenzieller Arbeitgeber auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erlangen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz“ (www.umsetzungsbegleitung-bthg.de) statt. Das Projekt ist in Trägerschaft des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V. und wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert.

ZIELE
1.Sie erhalten einen Überblick über den Hintergrund, die wesentlichen Inhalte, die Phasen des Inkrafttretens und den Umsetzungsstand des Bundesteilhabegesetzes.
2.Sie kennen die rechtlichen Grundlagen und Inhalte des Budgets für Arbeit und der anderen Leistungsanbieter.
3.Sie kennen Praxisbeispiele zur Zusammenarbeit zwischen Trägern der Eingliede-rungshilfe, WfbM und anderen Leistungsanbietern.
4.Sie erhalten Gelegenheit, sich über die neuen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und über Praxisbeispiele auszutauschen.


Hinweis:
Bei den Tagungsstättenkosten entstehen für Sie nur die Kosten für die Übernachtung mit Frühstück in Höhe von 69,00 €, sofern Sie eine Übernachtung benötigen. Die Kosten für Verpflegung, Räume und Technik übernimmt der Veranstalter!


Dokumente:

Veranstaltungsprogramm im PDF-Format [PDF, 110 KB]


Kosten:

Veranstaltungskosten Deutscher Verein:
Mitglieder: 120,00 € | Nichtmitglieder: 150,00 €

Tagungsstättenkosten (incl. Unterkunft/ Verpflegung/ Raum- und Technikkosten und gesetzl. Ust.):
Mitglieder: 69,00 € | Nichtmitglieder: 69,00 €

* Sie haben die Auswahl zwischen drei Pauschalen der Tagungsstätte. Die Höhe der anderen Pauschalen entnehmen Sie bitte dem Anmeldeformular. Die Buchung mindestens einer Tagungspauschale, die damit für jeden Tag der Veranstaltung festgelegt ist und nicht geändert werden kann, ist Voraussetzung zur Teilnahme an der Veranstaltung. Wir bitten Sie, sich rechtzeitig anzumelden, um sich die Übernachtung zu sichern.


Anmeldung:

Hier geht's zur Onlineanmeldung    Anmeldung an die Tagungsstätte




Sachbearbeiter/in:

Petra Prums
Telefonische Sprechzeiten: Mo. - Mi. von 9:00 - 14:00 Uhr, Do. von 9:00 - 16:00 Uhr

Tel: +49 30 62980 419
Fax: +49 30 62980 650
E-Mail: prums@deutscher-verein.de



Referent/-innen:

Wissenschaftlicher Referent
Florian Steinmüller

Tel: +49 30 62980 523
Fax: +49 30 62980 551
E-Mail: steinmueller@deutscher-verein.de



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