EU 4 | Soziale Dienste in Europa zwischen Kooperation und Konkurrenz. Deutsche und englische NPOs als Governance-Akteure

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EU 4 | Soziale Dienste in Europa zwischen Kooperation und Konkurrenz. Deutsche und englische NPOs als Governance-Akteure
Auflage: 1. Auflage 2012
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-7841-2114-7
Autoren: Christoph Golbeck
Artikelnummer: EU 4

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€ 19,80 (Preis für DV-Mitglieder)


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Nonprofit-Organisationen (NPOs) werden im europäischen Mehrebenensystem zunehmend in die Erbringung sozialer Dienste und die Politikgestaltung einbezogen. Steigert dies die Effektivität und Effizienz europäischen Regierens? Wie betrachten die NPOs selbst ihre Rolle als Governance-Akteure? Und welchen Einfluss hat die Ökonomisierung auf ihr Selbstverständnis?

Die Studie untersucht deutsche und englische NPOs im Vergleich. Sie gibt empirisch fundiert Auskunft über ihre aktuelle Entwicklungen und Handlungsspielräume im europäischen Integrationsprozess und analysiert ihre Bedeutung als Governance-Akteure.


Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung?
1.1 Erkenntnisinteresse und leitende Fragestellung?
1.2 Quellenlage und Methodenwahl?
1.3 Aufbau der Arbeit?

2. Paradigmenwechsel in der Sozialpolitik?
2.1 Zivilgesellschaft als intermediärer Gesellschaftsbereich?
2.2 Die Bedeutung des Dritten Sektors für die sozialen Dienste?
2.2.1 Wohlfahrtsregimekonzept – Nationale Unterschiede in der Organisation sozialer Dienste?
2.2.2 Die Rolle der Wohlfahrtsverbände im deutschen Sozialstaat?
2.2.3 Die Rolle freier Träger für die sozialen Dienste in England?
2.3 Soziale Dienste im Wandel?
2.3.1 Die Ökonomisierung sozialer Dienste als Konzept?
2.3.2 Konsequenzen von Ökonomisierung in Deutschland?
2.3.3 Konsequenzen von Ökonomisierung in England?
2.4 Zwischenfazit?

3. Der sozialpolitische Handlungsspielraum der EU?
3.1 Das europäische Mehrebenensystem?
3.2 Die sozialpolitischen Errungenschaften der EU?
3.2.1 Sozialpolitik in der EU – Historische Bezugspunkte?
3.2.2 Drei Entwicklungslinien des Integrationsprozesses?
3.2.3 Die Offene Methode der Koordinierung und die Dienstleistungsrichtlinie?
3.3 NPOs als Governance-Akteure?
3.3.1 Eckpunkte der SSGI-Diskussion?
3.3.2 Die Rolle des Dritten Sektors in Brüssel?
3.3.3 Die EU zwischen Binnenmarkt und Sozialraum?
3.4 Zwischenfazit

4. Forschungsdesign?
4.1 Darstellung und Diskussion des Forschungsdesigns?
4.1.1 Methodenwahl – Das halbstandardisierte Interview?
4.1.2 Feldzugang und Feldkontakt?
4.1.3 Erkenntnisinteresse und leitende Fragestellung?
4.2 Datenaufbereitung in Berücksichtigung des Ländervergleichs?

5. Deutschland – Erneuerte Anwaltschaft des Dritten Sektors?
5.1 Ökonomisierung als Chance und Risiko für NPOs?
5.1.1 Spannung zwischen Markt und Gemeinnützigkeit?
5.1.2 Interner Diskurs – Chancen zur organisatorischen Weiterentwicklung?
5.1.3 Externer Diskurs – Neue Transparenzanforderungen?
5.2 NPOs als Akteure in lokalen Anbieterstrukturen?
5.2.1 Kommunales Defizit – Budgetnot?
5.2.2 Kommunaler Spielraum – Good Management?
5.2.3 Sozialrechtliches Dreiecksverhältnis als Partnerschaftsversprechen?
5.3 NPOs als Governance-Akteure?
5.4 Zwischenfazit?

6. England – Entwicklungschancen für den Dritten Sektor?
6.1 Ökonomisierung als Chance und Risiko für NPOs?
6.1.1 Spannung zwischen Markt und Gemeinnützigkeit?
6.1.2 Interner Diskurs – Chancen zur organisatorischen Weiterentwicklung?
6.2 NPOs als Akteure in lokalen Anbieterstrukturen?
6.2.1 Konzentrationstendenzen als Gefahr für die Rolle von NPOs in kleinteiligen Anbieterstrukturen?
6.2.2 Kommunaler Spielraum – Good Management?
6.3 NPOs als Governance-Akteure
6.4 Zwischenfazit?

7. Vertikale Politikintegration im Mehrebenensystem –Ergebnisse im Ländervergleich
7.1 ’Welfare Talk’ – Freiwilligkeit versus Gemeinnützigkeit
7.2 Rollenverteilung im Mehrebenensystem
7.2.1 EU-Ebene – Kommission als Mediator?
7.2.2 Mitgliedstaatliche Ebene – Nationale Definitionshoheit
7.2.3 Kommunale Ebene – Partnerschaftliche Zusammenarbeit
7.2.4 Language Gap – Gefahr unübersetzter Mehrebenendiskurse
7.3 NPOs als Governance-Akteure
7.3.1 Identitätsschärfung durch institutionelle Selbstreflexion
7.3.2 Artikel 106 II AEUV als zentraler Handlungsspielraum
7.3.3 Akteurspräsenz in Brüssel
7.3.4 Governance-Implikationen der SSGI-Diskussion
7.4 Zwischenfazit

8. Schlussbetrachtung
8.1 Die Ergebnisse in der Übersicht
8.2 Drei Handlungsempfehlungen für Mehrebenenakteure
8.3 Ausblick – NPOs und die soziale Dimension Europas

Anhang
A. Akronymverzeichnis (Interviewpartner)
B. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
C. Interviewleitfaden – Nonprofit Organisationen
D. Interviewleitfaden – Europäische Kommission

Bibliographie


Autoreninfo


Christoph Golbeck hat die vorliegende Arbeit an der Philosophischen Fakultät der Westfälischen-Wilhelms-Universität zu Münster (Westf.) als Dissertation eingereicht. Die Disputation fand am 20. Januar 2012 statt. (D 6)

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