2017

01.12.2017 – Fachtag des Deutschen Vereins: Kommunale Praxis diskutiert Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

Am 30. November 2017 hatten kommunale Gleichstellungsbeauftragte die Gelegenheit, sich beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. mit Vertreter/innen aus Wissenschaft, Politik, örtlicher und überörtlicher Praxis über den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung auszutauschen.

Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek, Bundesfrauenministerium, appellierte an die politische Praxis, die zahlreichen konkreten Handlungsempfehlungen des Zweiten Gleichstellungsberichts nun umzusetzen: ein Gender Care Gap zwischen Frauen und Männern von über 50% mache den dringenden Handlungsbedarf deutlich. Gerade die überwiegend weiblichen pflegenden Angehörigen müssten bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit wirksamer entlastet werden als bisher. Staatssekretärin Barbara König, Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin, bekräftigte die Dringlichkeit, Frauen und Männer mit Pflegeverantwortung finanziell und sozial besser abzusichern.

Die Frage nach wirksamen Strategien zur Aufwertung der überwiegend von Frauen geleisteten Sorgearbeit zog sich als roter Faden durch den Fachtag. Referent/innen und Teilnehmer/innen forderten gleichstellungs-, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Akteure auf, die Handlungsempfehlung des Zweiten Gleichstellungsberichts aufzugreifen und sich mit einer Kampagne für die Aufwertung der SAHGE-Berufe einzusetzen.


Foto v.l.n.r.: Dr. Alexandra Krause, Deutscher Verein; Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Justus-Liebig-Universität Gießen; Norbert Hocke und Staatssekretärin Barbara König

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