Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe
Eine Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, muss neue Lösungen für ein lebenswertes Leben im Alter entwickeln. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat 2006 erstmals den „Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe“ ausgeschrieben. Als bundesweites Forum der sozialen Arbeit begleitet und gestaltet der Deutsche Verein durch seine Expertise und mit seinen Mitgliedern die Entwicklungen auf den Gebieten der Sozialpolitik, der Grundsicherungssysteme sowie der Altenhilfe, Pflege und Rehabilitation. In seiner Arbeit spiegeln sich die gesellschaftlichen Entwicklungen wider. Mit der Auslobung des Cäcilia-Schwarz-Förderpreises will der Deutsche Verein einen aktiven Beitrag zur Gestaltung des demografischen Wandels leisten.
Der Preis wendet sich an jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zum 40. Lebensjahr, die in ihrer Dissertation, Habilitation oder einer anderen bedeutenden wissenschaftlichen Arbeit innovative Entwicklungen, neue Wege, Methoden und Erkenntnisse in der Altenhilfe aufzeigen, mit denen älteren Menschen für lange Zeit ein hohes Maß an selbstständiger Lebensweise ermöglicht werden kann. Der Preis kann Einzelpersonen und Forschergruppen zuerkannt werden.
Ausgezeichnet werden hervorragende Forschungsarbeiten, die auch konkrete Vorschläge zur Einführung und Anwendung dieser Methoden im Alltag unterbreiten, einschließlich der Aspekte von Vernetzung, Kooperation und Prävention; besonderer Wert wird auf Popularität und Originalität sowie Praktikabilität und ökonomischen Nutzen gelegt. Die Arbeit kann aus den Gebieten Geriatrie, Gerontologie, Pflegewissenschaft und verwandten Disziplinen stammen und muss dem wissenschaftlichen Anspruch und der Zielsetzung des Förderpreises entsprechen.
Verliehen wurde der Förderpreis erstmals im Rahmen des Deutschen Fürsorgetages 2006 in Düsseldorf durch Schirmherrin Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen. Ausgezeichnet wurde Dr. Sabine Pleschberger, Wien, für ihre Dissertationsschrift „Bloß nicht zur Last fallen. Leben und Sterben in Würde aus der Sicht alter Menschen in Pflegeheimen“. Eine Gesellschaft mit einem wachsenden Anteil alter und sehr alter Menschen muss reflektieren, wie die Würde jedes Einzelnen auch bei Gebrechlichkeit, Pflegebedürftigkeit und Krankheit gewahrt bleiben kann. Frau Pleschberger schreibt dazu: „Das Konzept Würde enthält den Kern, um den es bei der Versorgung älterer und sterbender Menschen geht. Voraussetzung dafür ist eine Gesellschaft, die sich an einem Menschenbild orientiert, das Krankheit, Schwäche und Leiden als ebenso zum Leben gehörend wie das Lachen, die Liebe und die Freundschaft, annimmt.“
Im Jahr 2012 wird der Förderpreis im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Fürsorgetages am 8. Mai in Hannover verliehen. Im Verleihungsjahr 2012 stehen 5.000 Euro in bar oder für die Veröffentlichung im Eigenverlag des Deutschen Vereins zur Verfügung. Bei gleichwertigen Leistungen kann der Preis auch zwischen zwei Preisträgern aufgeteilt werden.
Im Einzelnen entscheidet darüber das Vergabekuratorium.
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