Empfehlungen / Stellungnahmen
Eckpunkte des Deutschen Vereins zur sozialräumlichen Ausgestaltung kommunalen Handelns
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Verantwortlicher Referent im Deutschen Verein: Dr. Andreas Kuhn Friedrich. Die Eckpunkte zur sozialräumlichen Ausgestaltung kommunalen Handelns wurden von einer gleichnamigen Arbeitsgruppe erarbeitet, im Arbeitskreis „Sozialplanung, Organisation und Qualitätssicherung“ sowie im Fachausschuss "Sozialpolitik, soziale Sicherung, Sozialhilfe" beraten und am 18. Juni 2008 vom Präsidium des Deutschen Vereins verabschiedet.
Einführung
In den Kommunen haben sich unterschiedliche Funktionen, Milieus und Lebensstile entwickelt, die sich räumlich konzentrieren. Das bedeutet u.a., dass Bewohnerinnen und Bewohner auf unterschiedliche Weise in das Gemeinwesen integriert sind oder Schwierigkeiten damit haben, sich in das Gemeinwesen zu integrieren oder akzepÂtiert zu werden.
Damit Kommunen die unterschiedlichen Lagen, Ressourcen und Potenzialen der Bewohnerinnen und Bewohner beachten, diese nutzen oder positiv darauf einwirken können, schlägt der Deutsche Verein vor, dass Kommunen ihr gesamtes bewohntes Territorium nach Sozialräumen unterscheiden. Insbesondere in den Gebieten, in denen die soziale Entmischung dazu führt, dass soziale Integration von Bewohnerinnen und BewohÂnern gefährdet oder beeinträchtigt ist, stoßen fachbereichsbezogene Ansätze (z.B. in der ressortspezifischen Einzelfallhilfe) an Grenzen. Wenn fachbereichsbezogene AnÂsätze stärker mit dem in den letzten Jahren sich etablierenden sozialräumlichen AnÂsatz verbunden werden, ist es möglich, intakte und funktionierende Teilräume mit durchaus sehr unterschiedlichen Ausprägungen zu erhalten oder wieder herzustelÂlen. Intakt und funktionsfähig sind die Quartiere, wenn die Bewohnerinnen und BeÂwohner nach ihren Möglichkeiten sozial integriert und möglichst selbstständig leben und ein friedliches Miteinander (oder mindestens Nebeneinander) möglich ist.

