Empfehlungen / Stellungnahmen
Positionspapier des Deutschen Vereins: Die Gesellschaft des langen Lebens annehmen und vor Ort gestalten
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Das nachfolgende Positionspapier wurde von der Geschäftsstelle des Deutschen Vereins erarbeitet und nach Beratungen im Fachausschuss „Altenhilfe und Pflege“ vom Präsidium des Deutschen Vereins in seiner Sitzung am 26. September 2007 verabschiedet. Der Deutsche Verein will mit diesem Positionspapier Signale setzen, um vor allem gegenüber den Akteuren in der Bundespolitik auf die Notwendigkeit eines sich verändernden gesellschaftlichen Bewusstseins im Umgang mit einer Gesellschaft des langen Lebens hinzuweisen. Eine aktive Gestaltung der älter werdenden Gesellschaft setzt eine Verständigung auf sowohl realistische als auch differenzierte Bilder vom Alter voraus. Die Weiterentwicklung von Strukturen der Altenhilfe muss gleichwertig zur Politik für Kinder und Familien gesehen werden.
Eine Gesellschaft des langen Lebens braucht eine positive und realistische Perspektive, die weder den Blick auf Unterstützungs- und Pflegebedarfe[1] verengt noch allein die Potenziale des Alters beschwört. Eine aktive Gestaltung der älter werdenden Gesellschaft setzt eine Verständigung auf sowohl realistische als auch differenzierte Bilder vom Alter voraus.
Die Lösung der Probleme und Risiken einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden und in der der Anteil hochaltriger Personen deutlich ansteigen wird, ist nicht zuerst eine Aufgabe der sozialen Sicherungssysteme. Signale zu setzen für die Gestaltung eines entsprechenden gesellschaftlichen Bewusstseins ist in besonderem Maße eine Aufgabe für die Akteure auf der Bundes- und Landesebene. Für die Umsetzung vor Ort gehen wichtige Impulse von den Ländern aus, während die konkrete Ausgestaltung der Lebensbedingungen zuerst den Kommunen obliegt.[2]
[1]       Zur Reform der Pflegeversicherung siehe Stellungnahme des Deutschen Vereins zum Eckpunktepapie des Koalitionsausschusses: „Reform zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung“ vom 19. Juni 2007, NDV 2007, 340.
[2]       Vgl. dazu Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Gestaltung der sozialen Infrastruktur in den Kommunen mit einerälter werdenden Bevölkerung, NDV 2006, 529.



