Empfehlungen / Stellungnahmen
Positionspapier des Deutschen Vereins zum Deutschen Qualifikationsrahmen
Die Absicht, innerhalb der beruflichen nichtakademischen Aus-, Fort- und Weiterbildung ein europaweites System zu entwickeln, das Durchlässigkeit, Transparenz, vertikale und horizontale Mobilität sowie Flexibilisierung unter der Perspektive Lebenslangen Lernens fördert, deckt sich mit vielen Bemühungen der Akteure im Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitswesen und ist grundsätzlich positiv zu bewerten.
Die rund 6 Millionen Beschäftigten im Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitswesen (mit einem Frauenanteil von 75 %) stellen einen wesentlichen Anteil der Beschäftigten in der Bundesrepublik dar. Dieser Sektor hat eine bereichspezifische Ausbildungs- und Berufslogik. Daher müssen ihre Belange unbedingt berücksichtigt werden. Dies gebietet auch die europäische Strategie des Gender Mainstreaming, das im Allgemeinen Gleichstellungsgesetz verankert ist.
Gerade der Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsbereich wird in den kommenden Jahren in besonderer Weise und in doppeltem Maße von den europäischen Entwicklungen betroffen sein und sie beeinflussen. Zum einen ist dieser Bereich selbst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und seine Bedeutung wird durch die Synchronisation der Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitssysteme sowie den demografischen Entwicklungen in den europäischen Mitgliedstaaten zunehmen.

