Veranstaltungsinformation
Controller und Controllerin in der Sozial- und Jugendhilfe
- Wann: (Belegt) 10.09.2012 15:00 bis 14.09.2012 13:00
- Zielgruppe: Mitarbeiter/innen mit Controllingaufgaben aus den Rechtsfeldern SGB II, VIII, IX, XII sowie von freien Trägern
- Verantwortlich: Klaus Titz
- Anmeldung bitte bis: 08.07.2012
- Auskunft: 030/62980-605/-606/-419
- Veranstaltungsnummer: A 16/177/12
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Wo:
Mercure Hotel Atrium Hannover
Thema
Controlling im Sozialbereich wird als Steuerungsunterstützung in der Planung, Steuerung und Kontrolle sozialer Dienstleistungen, Maßnahmen und der damit verbundenen Finanzen verstanden. Betriebswirtschaftliche und rein statistisch ausgerichtete Controllingkonzepte verfehlen in der Sozial- und Jugendhilfe ihre Wirkung. Kennzahlen werden erst dann aussagefähig, wenn sie im Zusammenhang mit fachlichen Wirkungszielen interpretiert und über ein Berichtswesen regelmäßig zur Verfügung gestellt werden. In der Weiterbildung wird das Konzept verfolgt, Fach- und Finanzcontrolling immer im Zusammenhang zu sehen.Entsprechende Methoden werdenvermittelt.
 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit geringen Vorkenntnissen in der Betriebswirtschaft und im Controlling werden für die spezifischen Aufgaben im Controlling qualifiziert. Rollenverständnis und Aufgaben der Controllerin /des Controllers in der Sozial- und Jugendhilfe werden erarbeitet und geklärt.
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Ziele
Nach Abschluss der Weiterbildung können die Teilnehmenden:
- betriebswirtschaftliche Grundlagen in soziale Arbeitsfelder ĂĽbertragen
- Controllingmethoden systematisch anwenden
- Controllingprozesse steuern und Ergebnisse präsentieren
Inhalte
1. Steuerung und Controlling im Sozial- und Jugendhilfebereich
Controlling in der zielorientierten FĂĽhrung von Verwaltungen
- Voraussetzungen und Rahmenbedingungen fĂĽr strategische und operative Controllingzyklen
- Verbindungen und Abgrenzungen von Controlling zu anderen Managementbereichen
Die Rolle des Controllers/der Controllerin: Erwartungen, Anforderungsprofil und Selbstverständnis
Erfolgsfaktoren fĂĽr Verwaltungen
- Organisationsleitbild
- Analyse des Zielsystems und der Planung
- Erfolgsmessung und Steuerung
- Qualitätsmanagement
Methodentraining
- Kollegiale Beratung
- Projektmanagement – Grundkenntnisse für Controllerinnen und Controller
2. Controlling in der Steuerung
- Effizienz und Kundenorientierung – Grundverständnisse der Sozial- und Jugendhilfe als Maßstab des täglichen Handelns
- Steuerung ĂĽber Produkte, Produktbeschreibungen, Leistungsbeschreibungen, Wirkungskontrolle, Kennzahlenentwicklung und Kennzahleninterpretation
- SGB II: Kennzahlen – Beispiele und Bewertung
- Kommunikationsschnittstellen zwischen Planung, Prognose und Handlungsvorschlägen
- Das Berichtswesen: Funktion, Anforderungen, Formen
3. Betriebswirtschaftliche Grundlagen
EinfĂĽhrung in die Betriebswirtschaftslehre
Kaufmännisches Rechnungswesen bei freien und öffentlichen Trägern
- Grundbegriffe, Abgrenzungen, Entwicklungen, Kosten- und Leistungsrechnung
- Kalkulationsverfahren, Voll- und Teilkostenrechnung, Kostenarten-, Kostenstellen-, Kostenträgerrechnung
- Methoden der Wirtschaftlichkeitsrechnung:
- Kosten-Nutzen-Rechnung, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Folgekostenrechnung
- Budgetierung und Haushaltsbewirtschaftung
Entscheidungstechniken: Nutzwertanalyse und Portfolioanalyse
4. Kontraktmanagement zwischen Politik und Verwaltung
- Steuern ĂĽber Kontrakte und Zielvereinbarungen
- Verfahren und Methoden der Budgetierung
- Innovationen im Haushaltsrecht: Vom Ressourcenverbrauchskonzept der KGStzur Methode des Neuen Kommunales Finanzmanagement (NKF)
- Grundlagen der Bilanzierung und des kaufmännischen Rechnungswesens
- Strategieentwicklung in der Sozial- und Jugendhilfeverwaltung.
5. Fachcontrolling
- Handlungsfelder des Fachcontrollings in vier Dimensionen der FĂĽhrung
- (Case-)Fallmanagement – Grundlagen, Ziele und methodische Schritte
- Fallmanagement und Fachcontrolling – Zusammenhänge
- Zielentwicklung als Teil der Prozessplanung und Grundlage fĂĽr Monitoring und Evaluation
- Aufbau von Zielsystemen
- Zusammenhänge zwischen Geschäftsprozessanalyse und -optimierung und Fachcontrolling
Analyse von Prozessbeispielen / Modellierung von Prozessen (z.B. Hilfeplanprozess)
6. Controlling im Vertragswesen mit Dritten
- Leistungsvereinbarung mit freien und gewerblichen Trägern
- Qualitäts- und Wirkungsziele
- Spezifische Aspekte der Leistungserfassung
- Vertragsmanagement
7. Analysemethoden im operativen Controlling
- ABC-Analyse, Soft-Analyse, Portfolio-Analyse etc.
- Darstellungs- und Entscheidungstechniken
8. Methoden im strategischen Controlling
- Umfeldanalyse, Szenariotechnik, Marktanalyse
- Benchmarking
- Balanced Scorecard
9. Moderation und Präsentation
- Mitarbeiterbeteiligung im Controlling – Kommunikation von Controllingfragen und -ergebnissen
- Moderation von Arbeitsgruppen
- Controllingergebnisse präsentieren
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Kursorganisation/Arbeitsformen
- Seminararbeit und Ăśbungen
- Projektarbeit - Die Teilnehmer/innen führen während des Akademiekurses ein Praxisprojekt zum Controlling durch. Das Projekt wird zwischen Teilnehmer/in, Dienstvorgesetztem/-vorgesetzter und Kursleiter vereinbart
- Präsentation der Projektergebnisse zum Weiterbildungsabschluss
- Teilnahme an 3 x 1 Tag kollegiale Beratungsgruppen
Zeitraum
September 2012 bis September 2013
7 Module: 4 Module á 4 Tage, 2 Modul á 5 Tage, 2 Module á 3 Tage.
Zeitplan1. Seminar 10.09.2012 – 14.09.2012*
2. Seminar 26.11.2012 – 29.11.2012
3. Seminar 14.01.2013 – 17.01.2013
4. Seminar 11.03.2013 – 14.03.2013
5. Seminar 22.04.2013 – 26.04.2013*
6. Seminar 10.06.2013 – 12.06.2013
7. Seminar 10.09.2013 – 12.09.2013*
Die Seminare beginnen um 15.00 Uhr und enden um *13.00 bzw. 15.00Uhr
AbschlussZertifikat des Deutschen Vereins
Kursleitung
- Klaus Titz
- Titz&Partner GbR – Beratung und Tagungen für Sozialunternehmen, Hannover
- Personal- und Organisationsberater, Diplom-Sozialarbeiter (FH), mit Zusatzausbildungen im Sozialmanagement als Mediator und als EFQM-Assessor. Seit 1989 im Bereich der Fort- und Weiterbildung von Führungskräften tätig. Themenschwerpunkte sind die Strategieentwicklung sozialer Dienstleistungsorganisationen, Vernetzung, Qualitätsmanagement, Beteiligungsverfahren/Großgruppenmoderation.
Referenten
- Jürgen Berenfänger
- Organisations- und Personalentwicklung, „Die Lupe“, Köln
- Studierte Sozialarbeit und Psychologie. Zusatzqualifikationen im Sozialmanagement (zuletzt als Lehrtrainer) und NLP (Master practitioner). Geschäftsführer eines Wohlfahrtsverbandes, Leiter eines Stadtjugendamtes. Seit 1994 selbstständiger Berater und Trainer im eigenen Institut. Schwerpunktbereiche sind die Jugend- und Sozialhilfe sowie die Vermittlung in Arbeit.
- Martin Notthoff
- ist Diplom-Verwaltungswirt und Betriebswirt, Jugendamtsleiter in Bottrop.
- Langjährige Erfahrung in der Jugendhilfe und im ehrenamtlichen Vorstand in der privaten Fürsorge. Schwerpunkte sind Seminare und Workshops zu betriebs- und finanzwirtschaftlichen Themen (Controlling, Kostenrechnung, Budgetierung, kaufmännisches Rechnungswesen).
- Peter Selter
- ist Verwaltungswirt und BĂĽrgermeister.
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Mehrjährige Erfahrung im Bereich des Controllings in der Jugendhilfe und im Bereich des Strategischen Managements. Schwerpunkte sind Themen des operativen und strategischen Controllings, Neue Steuerung sowie Personal- und Organisationsentwicklung.
Bewerbung/ Zulassungsverfahren
Bitte fĂĽgen Sie der Anmeldung eine tabellarische Darstellung Ihres beruflichen Werdegangs und Ihres derzeitigen Arbeitsbereiches bei.
Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Michaelkirchstr. 17/18Â 10179 Berlin
Mark Ernstberger
Tel.: 030 62980-606, Fax: 030 62980-650
E-Mail: ernstberger@deutscher-verein.de
Oder online unter: www.deutscher-verein.de
Veranstaltungsort
MercureAtrium Hannover
Karl-Wiechert-Allee 68
30625 Hannover
Tel.: 0511 5407-805, Fax: 0511 5407-826
Kosten & Anmeldung
Kosten
Mitglieder
Nichtmitglieder
(incl. Unterkunft/ Verpflegung/ Raum- und Technikkosten und gesetzl. Ust.)




