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Deutscher Verein

Veranstaltungsinformation

ASD-Bundeskongress 2008

„ASD – Wichtiger denn je!“ lautete das Motto des ASD-Bundeskongresses 2008 vom 9. bis 11. September in Köln. Durch das Motto wird die Bedeutung des ASD als kommunaler Dienst hervorgehoben und seine Notwendigkeit unterstrichen. Angesichts der aktuellen Diskussion um Kindeswohlgefährdung und die Rolle sowie die Aufgaben des ASD hatte der Kongress einen überaus aktuellen Bezug. Die Kernaufgaben und Entwicklungsperspektiven des ASD im Hinblick auf die Jugendhilfe standen auf der Tagesordnung und wurden in den drei Foren „Soziale Ausgrenzung“, „Kooperation und Vernetzung“ und „Interkulturelle Kompetenz“ und in insgesamt 21 Workshops thematisiert.

Der ASD-Bundeskongress 2008 wurde vom Deutschen Verein in Kooperation mit der Fachhochschule Köln, der Stadt Köln, dem Landschaftsverband Rheinland, dem Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit und dem Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik ausgerichtet. Das breite Teilnehmerspektrum hat gezeigt, dass der Kongress mit auf reges Interesse stieß.

Der Allgemeine Sozialdienst hat sich zu einem Grundversorgungsdienst und einer zentralen Anlaufstelle für die sozialen Belange von Bürgerinnen und Bürgern, Familien und Kindern entwickelt. Er ist ein wichtiger Faktor sozialräumlicher Entwicklung geworden und wird als solcher von den Fachleuten auch wahrgenommen. Aber die zunehmende Komplexität der Fälle, die verstärkte Pflicht zur Dokumentation und die unerlässliche Vernetzung im Sozialraum binden zusätzlich Ressourcen.

Die Veränderungen in sozialstaatlichen Leistungssystemen tangieren den ASD unmittelbar in seinen Aufgaben, Arbeitsmethoden, Qualifikationsprofilen und Organisationsstrukturen. In den letzten Jahren stellten die zunehmende Ökonomisierung sozialer Arbeit und die veränderten Lebenslagen der Bürgerinnen und Bürger den ASD vor besondere Herausforderungen. Vom Personalabbau im Öffentlichen Dienst ist auch der ASD betroffen; die Aufgabenvielfalt hat hingegen zugenommen. Daher befinden sich die Allgemeinen Sozialdienste in einem strukturellen Mangel an Personal und in einem Mangel an ausreichend vorbereiteten und qualifizierten Fachkräften. Trotzdem stellt eine verstärkte Finanz- und Personalausstattung nicht die Lösung der Probleme des ASD dar. Es fehlt vielmehr eine öffentliche Diskussion um die Standards des ASD und die Ausbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter/innen. Hinzu kommen Fragen eines eigenen Profils und der Findung einer eigenen Rolle des ASD, Fragen der Rahmenbedingungen und der Leitungskompetenz. All dies sind Herausforderungen, denen sich der ASD stellen muss.

Die Vorträge sind als pdf-Dokumente abgelegt.

Für Fragen steht Ihnen gerne Herr Uwe Hellwig, wiss. Referent AF I zur Verfügung:

 hellwig@deutscher-verein.de