Hartz-Tagung in Stuttgart
Hartz-Tagung in Stuttgart: engere Zusammenarbeit zwischen den Großstädten und Arbeitsämtern vereinbart
Am 18. November 2003 trafen sich in die Stuttgart die Amtsleiter der Sozialämter und die Arbeitsamtsdirektoren der 16 großen deutschen Großstädte. Diese Städte erfassen insgesamt ca. 30 % der gesamten Hilfeempfänger in der Bundesrepublik. Die Veranstaltung fand auf Einladung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (Frankfurt am Main) statt und wurde von deren stellvertretenden Geschäftsführerin, Bärbel Habermann und Dr. Helmut Hartmann (con_sens Consulting Hamburg) mode-riert.
Die Stärken der Arbeitsverwaltung liegen eindeutig im arbeitsmarktnahen Bereich. Die Sozialämter haben große Kompetenzen in den sozialen Dienstleistungen und in der einzel-fallbezogenen Hilfeleistung zur Überwindung besonderer Vermittlungshemmnisse.
Voraussetzung für eine enge Zusammenarbeit beider Behörden sind klar definierte Strukturen und Zuständigkeiten zum SGB II. Lokale und regionale Handlungsspielräume müs-sen erhalten bleiben, damit gewachsene und bewährte Strukturen, Erfahrungen und Kompetenzen in die zukünftige Kooperation einfließen können. Dazu gehört insbesondere auch eine ausreichende finanzielle Ausstattung.
Beide Behörden müssen sich darüber zu verständigen, welche Beiträge und Dienstleistungen von Dritten, darunter auch vor allem von den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, zukünftig für eine erfolgreiche und nachhaltige Integration von Langzeitarbeitslosen geleistet werden können.
Ein weiteres gemeinsames Treffen von Arbeitsamtsdirektoren und Sozialamtsleitern im Frühjahr des Jahres 2004 stattfinden zu lassen.
Gleichzeitig werden praktische Schritte schon jetzt in Angriff genommen, z. B. gegenseitige Hospitation der Mitarbeiter beider Behörden.

