Deutsche Verein fordert den Ausbau von Ganztagsschulen als zentrales Mittel zur gleichberechtigten Partizipation
In seiner Empfehlung zur erfolgreichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch die Kinder- und Jugendhilfe spricht sich der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V.(DV) für den Ausbau von Ganztagsschulen als ein zentralen Schlüssel für mehr Bildungsgerechtigkeit aus.
Die Ganztagsschule eröffnet jungen Menschen mit einer nichtdeutschen Erstsprache oder aus einem bildungsfernen Milieu die Möglichkeiten gezielter Förderung. Der DV empfiehlt – unter Beachtung der Programme anderer Akteure vor Ort – Angebote der außerschulischen Jugendarbeit, der internationalen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit noch stärker als bisher als Bestandteile der Betreuungs- und Begleitungsinfrastruktur an Ganztagsschulen zu verankern.
Die unterschiedlichen Lebenswelten der Menschen sollten als Normalität anerkannt werden. Die bestehenden Zugangsschwellen der Angebote der Kinder- und Jugendhilfe müssen abgebaut werden. „Unsere Empfehlungen zur erfolgreichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch die Kinder- und Jugendhilfe bieten eine Vielzahl von Ansatzpunkten für die Weiterentwicklung
der Kinder- und Jugendhilfepraxis“, betont Wilhelm Schmidt, Präsident des Deutschen Vereins. Die Träger der Kinder- und Jugendhilfe müssen den Prozess der interkulturellen Öffnung vorantreiben und die interkulturellen Kompetenzen ihrer Fachkräfte fördern, fordert Wilhelm Schmidt.



