Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation

Deutscher Verein

Sie sind hier: Aktuelles » Presse » 2009 » MĂ€rz » Berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung verbessern

Berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung verbessern

Deutscher Verein fordert umfangreiche Maßnahmen

Der Deutsche Verein fĂŒr öffentliche und private FĂŒrsorge e. V. fordert in seinen gestern verabschiedeten Empfehlungen eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderung am beruflichen Leben. Wilhelm Schmidt, PrĂ€sident des Deutschen Vereins: „Besonderer Handlungsbedarf besteht zugunsten der Menschen, die an der Grenze zwischen einer Werkstatt fĂŒr Menschen mit Behinderung und dem allgemeinen Arbeitsmarkt stehen. Wir rufen alle verantwortlichen Akteure auf, hier verstĂ€rkt tĂ€tig zu werden. Dazu zĂ€hlen insbesondere Bund, LĂ€nder, SozialleistungstrĂ€ger, Sozialleistungserbringer, sowie Betriebe und Unternehmen, Verwaltungen, Arbeitgeber- und ArbeitnehmerverbĂ€nde, Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern.“


Damit Menschen mit Behinderung vermehrt auch außerhalb von WerkstĂ€tten am Arbeitsleben teilhaben können, fordert der Deutsche Verein u. a. kurzfristige GesetzesĂ€nderungen: „ZusĂ€tzlich zum Instrument der UnterstĂŒtzten BeschĂ€ftigung mĂŒssen finanzielle Anreize fĂŒr Arbeitgeber geschaffen werden, Menschen mit Behinderung auf Dauer zu beschĂ€ftigen. Dabei mĂŒssen Arbeitgeber und Betroffene ebenfalls so lange wie nötig durch Experten begleitet werden, z. B. von den IntegrationsĂ€mtern.“

Der Deutsche Verein zeigt in den Empfehlungen aber auch zahlreiche Möglichkeiten auf, die auch nach bestehender Rechtslage zur Verbesserung der beruflichen Teilhabe vorhanden sind. So könnten etwa Selbstverpflichtungen dazu beitragen, dass die zustĂ€ndigen Akteure sich besser vernetzen. Langfristiges Ziel des Deutschen Vereins ist aber, die ZustĂ€ndigkeit und Finanzierungsverantwortung bei einem einheitlichen LeistungstrĂ€ger zusammenzufĂŒhren. „Die momentane Teilung der ZustĂ€ndigkeiten zwischen Bundesagentur fĂŒr Arbeit, den ARGEn, den IntegrationsĂ€mtern und den TrĂ€gern der Sozialhilfe erschwert eine effektive Hilfe fĂŒr die Betroffenen“, so Wilhelm Schmidt.

Kontakt:
Beate Maria Hagen Tel.: +49 30 62980-614
Email: presse@deutscher-verein.de