Trainingsprogramm zur besseren Kommunikation mit Demenzkranken im Pflegeheim wurde ausgezeichnet
Cäcilia-Schwarz-Förderpreis des Deutschen Vereins für Innovation in der Altenhilfe für Darmstädter Wissenschaftlerin
Berlin. Der alle drei Jahre vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. ausgeschriebene Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe wurde 2009 an die an der Universität Frankfurt a. M. arbeitende Darmstädter Wissenschaftlerin Dr. Julia Haberstroh vergeben. Ausgezeichnet wurde sie für ihre wissenschaftliche Arbeit „TANDEM im Pflegeheim: Trainingsangebote zur Kommunikation in der Betreuung demenzkranker Menschen im Pflegeheim“. Die Preisverleihung fand am 18. Juni auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Vereins statt. Der Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
In der Begründung der Jury heißt es, dass mit der Verleihung des Förderpreises neben der herausragenden wissenschaftlichen Leistung auch Innovationskraft und Praxisrelevanz des Projektes TANDEM anerkannt werden sollen: „Die Betreuung demenzkranker Menschen stellt hohe Anforderungen an die soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit der Pflegenden, damit ein würdevoller und menschlicher Umgang mit den Patienten gelingt. Mit den von Frau Dr. Haberstroh entwickelten Trainingsmodulen werden sowohl die Kommunikation mit den Demenzkranken als auch die Kommunikation mit und unter den Kollegen geschult."
Aktuell wird an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. ein Leitfaden zur Kommunikation in der Betreuung demenzkranker Menschen verfasst, der die wesentlichen Trainingsinhalte einer breiteren Öffentlichkeit zugängig machen soll. Das TANDEM-Projekt hat ebenfalls Eingang gefunden in das Leuchtturmprojekt Demenz des Bundesgesundheitsministeriums.
Wilhelm Schmidt, Präsident des Deutschen Vereins: „Wir freuen uns sehr, mit dem Förderpreis junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen zu können, die herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Altenhilfe geleistet haben. Die vorliegende Arbeit zeichnet sich insbesondere durch starke Praxisnähe und den großen Nutzen sowohl für Pflegende als auch für Kranke aus. Wir werden uns auch zukünftig mit der Verleihung des Förderpreises und in unserer fachlichen Arbeit für eine moderne, alle Bedürfnisse berücksichtigende Altenhilfe stark machen.“

