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Deutscher Verein

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Bundeskongress des Allgemeinen Sozialen Dienstes 2008:

Kernaufgaben und Entwicklungsperspektiven des ASD neu definieren, Prävention verstärken

Die Folgen von Armut für die Sozialen Dienste in den Kommunen, die Vernetzung der Akteure vor Ort, Qualifikation und Qualität im Kinderschutz und die Verbesserung des Managements und der Organisationsveränderungen in den Jugendämtern: Mit diesen zentralen Themen beschäftigten sich zahlreiche Expertinnen und Experten beim Bundeskongress für den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD), der unter dem Motto „ASD - wichtiger denn je!“ stand und am 11. September in Köln zu Ende ging.


Angesichts wachsender Hilfeanforderungen und knapper personeller Ressourcen standen die Folgen und mögliche Alternativen im Zentrum der Diskussion der über 300 Fachleute der Sozial- und Jugendhilfe und der Allgemeinen Sozialen Dienste aus ganz Deutschland. „Alleine eine verstärkte Finanz- und Personalausstattung ist nicht die Lösung. Was fehlt ist vielmehr eine öffentliche Diskussion um die Standards der ASD und die Ausbildung und Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so das Resümee des ASD-Bundeskongresses 2008 von Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V., der den Kongress federführend ausgerichtet hat. Die zunehmende Komplexität der Fälle, die verstärkte Pflicht zur Dokumentation und die unerlässliche Vernetzung im Sozialraum bänden zusätzlich Ressourcen. Hinzu kämen Veränderungen in sozialstaatlichen Leistungssystemen, die den ASD unmittelbar in seinen Aufgaben, Arbeitsmethoden, Qualifikationsprofilen und Organisationsstrukturen beträfen. „Investitionen in präventive Maßnahmen sind kostengünstiger als späteres Eingreifen. Daher müssen präventive Maßnahmen verstärkt werden“, so Michael Löher weiter. Gerade die ASD-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien gefordert, ihre Erfahrungen in die aktuelle politische Diskussion einzubringen.


Einig waren sich die Kongressteilnehmerinnen und –teilnehmer, dass die Bedeutung des ASD als Grundversorgungsdienst und zentrale Anlaufstelle für die sozialen Belange von Bürgerinnen und Bürgern, Familien und Kindern unstrittig sei. Der ASD sei ein wichtiger Faktor sozialräumlicher Entwicklung geworden.


Die zentrale Fachveranstaltung der allgemeinen Sozialdienste in der Bundesrepublik Deutschland wurde vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge in Kooperation mit der Stadt Köln, dem Landschaftsverband Rheinland, der Fachhochschule Köln, dem Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) und dem Institut für Sozialarbeit und Sozialforschung e.V. (ISS) ausgerichtet. Ein Tagungsbericht wird in Kürze auf der Website des Deutschen Vereins veröffentlicht.

Kontakt:
Beate Maria Hagen Tel.: +49 30 62980-614
Email: presse@deutscher-verein.de