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Deutscher Verein

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Jugend und Familie gemeinsam fördern: damals so wichtig wie heute

Die Förderung von Jugend und Familie steht seit der Gründung des Deutschen Vereins im Fokus seiner Arbeit. Hierzu beraten Experten und zentrale Akteure der verschiedenen Zuständigkeitsebenen seit 1995 im Fachausschuss „Jugend und Familie“, der heute seine 50. Sitzung gefeiert hat.

Themen wie Kindertagesbetreuung, Kinderschutz, Bildung und Leistungen für Familien waren in den letzten 13 Jahren zentrale Inhalte der Arbeit des Fachausschusses und haben an Aktualität bis heute nicht verloren. „Der Deutsche Verein gestaltet mit seinen Empfehlungen und Stellungnahmen die Entwicklungen im Bereich Jugend und Familie wesentlich mit und treibt sie voran. Seine Gremien spielen eine bedeutende Rolle und setzen mit ihrer Arbeit wichtige Impulse für Praxis und Politik“, so Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins. „Die Empfehlungen zur Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII haben beispielsweise entscheidend dazu beigetragen, dass die Neuregelung vor allem als Qualitätssicherung für den Hilfeprozess verstanden wird. Im Bereich der Trennungs- und Scheidungsberatung hat sich der Deutsche Verein dafür eingesetzt, dass der Gedanke der Mediation Berücksichtigung findet und auch die Behörden die Rolle übernehmen, Streit schlichtende Lösungen im Interesse der Kinder zu finden. Auch die jährlichen Empfehlungen zur Fortschreibung der Pflegesätze in der Vollzeitpflege finden regelmäßig Eingang in Praxis und Rechtsprechung.“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Dr. Hermann Kues, gratulierte zum Jubiläum und diskutierte mit den Mitgliedern des Fachausschusses über zentrale Inhalte der Familien-, Kinder- und Jugendpolitik. „Der Deutsche Verein und seine Gremien sind uns ein wichtiger und stets engagierter Partner. Sie geben uns – wie etwa jüngst beim Ausbau der Kindertagesbetreuung – wertvolle Anregungen, die von der freien und öffentlichen Wohlfahrtspflege getragen werden.“

Aktuell befasst sich der Fachausschuss „Jugend und Familie“ u.a. mit Kommunalen Bildungslandschaften. Hier hat der Deutsche Verein als erster der Verbände ein Gesamtkonzept von Erziehung, Bildung und Betreuung vorgelegt, das auf eine verstärkte Vernetzung aller Akteure abzielt. Außerdem ist die zielführende Weiterentwicklung des Familienleistungsausgleich ebenso wie die infrastrukturelle Familienförderung seit jeher ein zentrales Thema für den Deutschen Verein. So ist der Deutsche Verein gegenwärtig dabei, Anregungen und Impulse für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu formulieren.  Aktuell befasst er sich außerdem auf der Grundlage der Vorschläge des BMFSFJ mit Fragen der Umsetzung eines „Kommunalen Familienbüros“.

Der Fachausschuss „Jugend und Familie“ ist 1995 durch die Zusammenlegung der Fachausschüsse „Jugendhilfe, Jugendförderung, Jugendpolitik“ und „Familienförderung, Familienpolitik“ entstanden. Er ist das zentrale Fachgremium des Deutschen Vereins im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik. Zu den ehemaligen Vorsitzenden zählen Dr. Stephan Articus, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städtetages, Günter Herber, Beigeordneter der Stadt Essen a.D. und Herr Heribert Mörsberger, Direktor der Hauptvertretung des Deutschen Caritasverbandes a.D. Derzeitiger Vorsitzender ist Karl Janssen, Beigeordneter der Stadt Duisburg.

Kontakt:
Beate Maria Hagen Tel.: +49 30 62980-614
Email: presse@deutscher-verein.de