Schulbedarfspaket zur Unterstützung von sozial schwachen Jugendlichen begrüßt
Deutscher Verein: Schülerinnen und Schülern müssen aber auch höhere Abschlüsse ermöglicht werden
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. begrüßt in einer Stellungnahme den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Dienstleistungen. Der Deutsche Verein ist der Zusammenschluss der Wohlfahrtsverbände sowie der Länder, Landkreise und Gemeinden in der Bundesrepublik. Insbesondere das Schulbedarfspaket mit zusätzlichen Leistungen für Kinder, deren Familien von Hartz IV oder Sozialhilfe leben, sei eine wichtige Komponente des Entwurfs. „Das Schulbedarfspaket ist eine gute Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien. Wir kritisieren allerdings nachdrücklich, dass die Schülerinnen und Schüler nur bis zum Abschluss der 10. Jahrgangsstufe gefördert werden. Die Unterstützung muss auf die Jugendlichen ausgedehnt werden, die einen höheren Schulabschluss anstreben“, fordert Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins. Letztlich sei aber ein Verfahren nötig, das den entwicklungsbedingten Bedarf von Kindern in unterschiedlichen Altersstufen berücksichtigt. „Wir brauchen eigenständige Regelsätze für Kinder.“
Zu der in dem Gesetzentwurf vorgesehenen Kindergelderhöhung sagte Michael Löher: „Wir begrüßen es sehr, dass Familien im Rahmen einer nachhaltigen Familienpolitik u. a. finanziell stärker gefördert werden sollen. Dringend notwendig ist aber auch eine Diskussion darüber, wie der Familienleistungsausgleich insgesamt verbessert werden kann. Der Deutsche Verein wartet daher gespannt auf die vom Bundesfamilienministerium angekündigte Wirkungsanalyse.“
Die Stellungnahme des Deutschen Vereins zum Gesetzentwurf der Bundesregierung ist auf den Internetseiten des Deutschen Vereins abrufbar.



