Mit Persönlichen Budgets Selbstbestimmung behinderter Menschen fördern
Der Deutsche Verein fordert den Gesetzgeber auf, auch Pflegesachleistungen in das Persönliche Budget für behinderte Menschen einzubeziehen. Bisher sind sie nur in Form von Gutscheinen, nicht aber als Geldleistung darin enthalten.
„Die Ausklammerung der Pflegesachleistung aus dem Persönlichen Budget widerspricht dem Ziel, dass behinderte Menschen Betreuungs- oder Pflegeleistungen selbstbestimmt einkaufen sollen,“ so Wilhelm Schmidt, Vorsitzender des Deutschen Vereins. „Damit wird eine erfolgreiche Umsetzung dieser neuen und vielversprechenden Leistungsform verhindert.“ Bisher haben nur 405 Personen bundesweit das Persönliche Budget in Anspruch genommen. Die Modellphase läuft Ende 2007 aus.
Der Deutsche Verein fordert, dass mit der Reform der Pflegeversicherung die Pflegesachleistung für behinderte Menschen budgetfähig wird. Für die erfolgreiche Umsetzung des Persönlichen Budgets sei zudem die Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Leistungsträger und der Aufbau eines wohnortnahen Beratungs- und Unterstützungssystems erforderlich.
Der Deutsche Verein ist das bundeszentrale Forum der Kommunen und der Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer und Vertreter der Wissenschaft für alle Bereiche der sozialen Arbeit und der Sozialpolitik. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme und der Pflege und Rehabilitation.



