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Kann Europa die Armut wirksam bekämpfen?

Pressekonferenz zum EU-Projekt „NAPsens“: ein Projekt zur Stärkung der europäischen Armutspolitik.

Am 2. Juni 2005 findet in Berlin die Auftaktkonferenz zum EU-Projekt „Nationale Sensibilisierungsmaßnahmen zum Thema ‚Soziale Integration‘“ statt. Ziel des Projektes ist es, die europäischen Anstrengungen zur Eindämmung von Armut und sozialer Ausgrenzung zu intensivieren. Bisher haben sich die Mitgliedstaaten verpflichtet, Nationale Aktionspläne zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (NAPinclusion) zu verabschieden, die getroffenen Maßnahmen zu überprüfen und sich gemeinsam über weitergehende Zielsetzungen zu verständigen. Mit dem Projekt soll dieser Prozess gestärkt werden, indem die sozialpolitischen Akteure in einen umfassenden Dialog auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene eintreten. Damit soll eine verbesserte Einbindung und Vernetzung zivilgesellschaftlicher Interessen und nichtstaatlicher Organisationen befördert werden, um die Wirksamkeit einer europäischen Politik zur Vermeidung von Armut und sozialer Ausgrenzung insgesamt zu erhöhen.

Mit der Auftaktkonferenz in Berlin wird eine breite Diskussion über den NAPinclusion-Prozess in Deutschland eröffnet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Hand, der Sozialpartner und der Zivilgesellschaft werden ihre Positionen zum NAPinclusion-Prozess in Deutschland zur Diskussion stellen. Im Anschluss erörtern Medienvertreter/innen die Chancen für eine Mobilisierung der Öffentlichkeit zum Thema Armut und soziale Ausgrenzung.

Neben dieser Auftaktkonferenz werden drei themenbezogene Workshops im Kontext sozialer Ausgrenzung und eine nationale Abschlusskonferenz durchgeführt.

Die Stärkung des sozialpolitischen Diskurses in einem erweiterten Europa gewinnt aktuell durch die Gefahr einer Verengung der „Lissabonner Strategie“ auf wachstums- und beschäftigungspolitische Aspekte besondere Brisanz. Ebenso zeigen die intensiven europaweiten Diskussionen über die sozialpolitische Dimension des europäischen Verfassungsentwurfes die Notwendigkeit, in einer gemeinsamen öffentlichkeitswirksamen Anstrengung die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung auf der politischen Agenda eines erweiterten Europas hervorzuheben.

Zur Pressekonferenz am 2. Juni 2005, um 13.00 Uhr, Evangelische Kirche der Union (EKU), Kirchenkanzlei Jebensstraße 3, 10623 Berlin, sind Sie herzlich eingeladen.

Kontakt:
Beate Maria Hagen Tel.: +49 30 62980-614
Email: presse@deutscher-verein.de