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Deutscher Verein

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Bessere Ausbildung für soziale Berufe

Die Einführung neuer, international vergleichbarer Studiengänge in Europa bietet zahlreiche Chancen. In seinem Positionspapier weist der Deutsche Verein auf Auswirkungen auf die sozialen Berufe in Deutschland hin und schlägt den Hochschulen Perspektiven der Weiterentwicklung in diesem Entwicklungsprozess vor.

In seinem aktuell vorgelegten Positionspapier begrüßt der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge die Einführung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums. Das bundeszentrale Forum kommunaler und frei-gemeinnütziger Träger der sozialen Arbeit sieht darin insbesondere eine Chancen zur Entwicklung und Abstimmung vergleichbarer Standards für die Kompetenzprofile der Fachkräfte sozialer Arbeit auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene.

Auf die Schaffung dieses europäischen Hochschulraums und gemeinsamer Strukturen der Hochschulsysteme in Europa bis 2010 hatten sich die europäischen Bildungsminister aus 29 Ländern mit ihrer Erklärung von Bologna (1999) verständigt. Im Kern wird mit dem „Bolognaprozess“ die Einführung gestufter, modularisierter Studiengänge mit international vergleichbaren Studienphasen eines berufsqualifizierenden Abschlusses als Bachelor of Arts und eines zeitlich folgenden zweiten Abschlusses Master of arts gefordert. Im Hinblick auf die Umsetzung dieses Prozesses in die neue Studienstruktur weist der Deutsche Verein auf Probleme insbesondere hinsichtlich der Vergleichbarkeit von Modulen, der Neubestimmung des Praxisbezugs, der Anschlussfähigkeit der Bachelor-Studiengänge der Fachhochschulen an Masterstudiengänge der Universitäten sowie der veränderten Anforderungen an die Studierenden hin. Er betont, dass im Reformprozess die Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen zur Sicherung der Berufsfähigkeit und professionellen Identität geboten bleiben muss. Ein enger Bezug des Studiums zur Praxis muss auch weiterhin als Qualitätsmerkmal der Ausbildung erhalten bleiben. In der Modularisierung der Studiengänge liegt die Möglichkeit zu einer individuellen Profilbildung der Studierenden. Sie schafft zudem eine gute Voraussetzung dafür, dass berufstätige Studenten individuell – nach ihren Möglichkeiten - die Studienzeiten einsetzen und die Gesamtstudienleistung nach ihren zeitlichen Möglichkeiten erwerben. Es ist deshalb notwendig, dass Studienmodelle angeboten werden, die die soziale Situation von Studierenden berücksichtigen und Teilzeitstudienmodelle vorsehen.

Der Bolognaprozess sieht vor, dass auch außerhalb des Hochschulsektors erbrachte Leistungen anerkannt werden. Der Deutsche Verein begrüßt diesen Vorstoß, vertritt aber auch die Position der Hochschul-Rektorenkonferenz, dass der Bachelor-Abschluss ein Hochschulabschluss ist, der nur an einer Hochschule oder an einer durch Landesrecht einer Hochschule gleichgestellten Einrichtung erworben werden kann. Jede andere Entwicklung birgt die Gefahr einer internationalen Abwertung des deutschen Studienabschlusses.

Kontakt:
Beate Maria Hagen Tel.: +49 30 62980-614
Email: presse@deutscher-verein.de