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Deutscher Verein

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„Wohin steuert das europäische Sozialmodell?“

Am 27. April 2005 diskutieren namhafte Persönlichkeiten der deutschen und europäischen Politik und aus Verbänden in Brüssel Fragen zum zukünftigen europäischen Sozialmodell und zur Dienstleistungsrichtlinie.

Die Dienstleistungsrichtlinie und die angekündigte Mitteilung zu sozialen Diensten von allgemeinem Interesse sind zur Zeit die beiden zentralen Themen in der Debatte um die Zukunft des europäischen Sozialstaates: Wie gestaltet sich das Verhältnis von sozialer Sicherung und europäischer Wettbewerbsfähigkeit? Welchen Platz werden die Sozialdienstleistungen im zukünftigen europäischen Wohlfahrtsmodell einnehmen, welche positiven Perspektiven bietet eine Dienstleistungsrichtlinie für Wachstum und Beschäftigung und welche Risiken sind mit ihr verbunden?

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und der think tank berlinpolis e.V. initiieren die Diskussionsveranstaltung mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es diskutieren Evelyne GEBHARDT (MdEP, Fraktion der SPE), Anne HOUTMAN (GD Binnenmarkt), Dr. Joachim WÜRMELING (MdEP, Fraktion der EVP), Jeremy SMITH (Rat der Gemeinden und Regionen Europas) und Dr. Jürgen GOHDE (Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschlands und stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge).

Der Deutsche Verein als bundesweites Forum kommunaler und frei-gemeinnütziger Träger sozialer Arbeit betont die Bedeutung des sozialen Zusammenhalts in Europa. Die Grundlage der sozialen Sicherung sieht der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge in der Stabilisierung der kommunalen Investitionskraft und der Handlungsfähigkeit gemeinnütziger Träger sozialer Dienste. Der Richtlinienvorschlag sei prinzipiell zu unterstützen, allerdings müssen, so der Vorsitzende des Deutschen Vereins, Oberstadtdirektor Dr. Konrad DEUFEL, die Besonderheiten im sozialen Bereich angemessen berücksichtigt werden: „Gerade im sozialen Bereich sollte der Wettbewerb nicht um den niedrigsten Aufwand und die niedrigsten Standards geführt werden, sondern vielmehr um die hohe Qualität der Arbeit, die besten Konzepte und die größten Erfolge beim Engagement für die sozial Schwachen.“

Daniel DETTLING, Vorsitzender des think tanks berlinpolis, sieht Europa vor der „Quadratur des Kreises“: „Europa muss dynamischer und sozial nachhaltiger werden als bislang. Wettbewerbsfähigkeit, sozialer Zusammenhalt und politische Freiheit bedingen einander. Kein Ziel darf auf Kosten des anderen verabsolutiert werden“.

Kontakt:
Beate Maria Hagen Tel.: +49 30 62980-614
Email: presse@deutscher-verein.de